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Kino

28.05.2015

Ryan Gosling als Regisseur: Warum "Lost River" nicht überzeugt

Ryan Gosling gibt sein Debüt als Regisseur. In "Lost River" geht es um verlorene Seelen vor bröckelnden Fassaden.
Bild: Guillaume Horcajuelo, dpa

Ryan Gosling hat die Seiten gewechselt. Der Schauspieler gibt mit "Lost River" sein Debüt als Regisseur. Das Ergebnis: eine alptraumartige Odyssee.

Verlorene Seelen vor bröckelnden Fassaden: In seinem Regiedebüt entwirft Schauspieler Ryan Gosling eine Endzeitvision mit renommierten Darstellern.

Ryan Gosling zeigt mit "Lost River" ein Endzeitdrama

Mit "Lost River" legt der Kanadier eine alptraumartige Odyssee durch eine fast menschenleere Stadt vor. Dieser Ort mit seinen Abbruchhäusern und verwilderten Brachen erinnert stark an die marode US-Metropole Detroit. Dort stand Ryan Gosling vor einigen Jahren bei Dreharbeiten zu George Clooneys Politdrama "The Ides of March - Tage des Verrats" vor der Kamera, und der Drehort habe ihn, so gestand Ryan Gosling in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur, zu seinem Debütfilm inspiriert.   

Im Mittelpunkt des Endzeitdramas, das bisweilen an die dunklen Filme eines David Lynch erinnert, steht die alleinerziehende, attraktive Mutter Billy (Christina Hendricks), die mit ihrem Teenagersohn Bones und einem Kleinkind die Geisterstadt partout nicht verlassen will. 

Eva Mendes spielt in Ryan Goslings Debüt mit

Aber sie kann die Miete nicht mehr zahlen, und heuert auf Drängen des obskuren Bankmanagers Dave (Ben Mendelsohn) in einem bizarren Nachtclub an, wo sie auf die Tänzerin Cat (Eva Mendes) stößt. Währenddessen verliebt sich Bones in das Nachbarmädchen Rat (Saoirse Ronan). Beide müssen sich vor dem Psychopathen Bully (Matt Smith) in Acht nehmen, der sich als eine Art Alleinherrscher über die Trümmerwüste in Szene setzt. 

Im fast 100 Minuten Spielzeit schiebt Regisseur Ryan Gosling seine Figuren hin und her, ohne dass viel passieren würde. Mal brennt sehr pittoresk ein Haus, dann muss eine Ratte sterben oder eine Großmutter erinnert sich an ihre Jugend. "Lost River" besteht aus lauter Einzelsequenzen, die sich nicht einmal wirklich zu einer bruchstückhaften Geschichte verbinden lassen. 

Aber als experimenteller Bilderstrom funktioniert der Film auch nicht. Da können dann auch profilierte Darsteller wie Ben Mendelsohn, Saoirse Ronan oder Eva Mendes nicht viel ausrichten. Regisseur Ryan Gosling lässt seine Schauspieler-Kollegen im Regen stehen. dpa/AZ

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