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Adventskalender der Religionen (12)

19.01.2015

Sie leben für den Glauben

Hier lernst du etwas über Menschen im Kloster

Hast du schon einmal von dem Wort „Kloster“ gehört? Das ist ein Ort, wo sehr gläubige Menschen leben. Klöster gibt es im Christentum, im Buddhismus und auch im Hinduismus. Ein Kloster besteht häufig aus mehreren Gebäuden, einem Garten oder Hof und einem besonderen Ort zum Beten oder zum Nachdenken. Zum Beispiel einer Kirche oder einem Tempel.

Das Wort Kloster hat sich aus dem lateinischen Wort „claustrum“ entwickelt. Das heißt übersetzt „verschlossener Ort“. Und das ist ein Kloster auch. Dort kann nicht jeder Fremde ein- und ausgehen, wie es ihm gefällt. Die Bewohner eines Klosters möchten in der Regel etwas abgeschieden von den anderen Menschen leben. Das hat einen Grund: Sie wollen sich ganz auf den Glauben konzentrieren.

Frauen, die in einem Kloster leben, werden im Christentum und im Buddhismus Nonnen genannt. Männer sind Mönche. Eine Gemeinschaft von Klosterbewohnern heißt Orden. Ordensmitglieder erkennst du an ihrer besonderen Kleidung. Die heißt bei den Christen „Habit“. Mönche tragen eine Kutte - das ist eine Art ein langer Mantel mit Kapuze. Nonnen tragen ein langes Kleid und ein Kopftuch.

Buddhistische Mönche und Nonnen erkennst du an ihrem rasierten Kopf. Mönche tragen häufig orangefarbene Gewänder, Nonnen weiße.

In vielen Klöstern gibt es feste Abläufe: aufstehen, arbeiten, essen, beten oder meditieren - das ist alles festgelegt. Die Bewohner eines Klosters haben meistens kein Geld. In christlichen Klöstern sind Mönche und Nonnen nicht verheiratet. Man sagt dann auch: Sie leben in Keuschheit.

Im Buddhismus ist das anders. Dort gibt es Klöster, in denen die Mönche in Keuschheit leben müssen. Es gibt aber auch Glaubensrichtungen des Buddhismus, die Mönchen eine Ehe und eine Familie erlauben.

Auch im Hinduismus gibt es Klöster. Sie heißen Mathas. Dort leben Menschen, die sich ganz ihrem Glauben widmen. Die Mönche heißen Sadhus. Sie gelten als heilige Männer. Manche Sadhus sind auch Bettelmönche. Das heißt: Sie leben nicht im Kloster. Sie haben auch kein Zuhause. Sie ziehen umher und erbetteln sich ihr Essen. Die Regeln, nach denen sie leben sollen, bestimmt ihr Guru. Das ist so etwas wie ihr religiöser Lehrer. (lea)

Mehr Infos: Auf religionen-entdecken.de gibt’s ein tolles Lexikon.

Wusstest du …

… dass buddhistische Mönche und Nonnen immer eine Glatze haben? Damit zeigen sie: Ich lege keinen Wert mehr auf Schönheit und Eitelkeit, sondern ich widme mich ganz meinem Glauben. Haare sind in vielen Kulturen ein Ausdruck für Schönheit. (lea)

Du möchtest auch die anderen Folgen des Adventskalenders der Religionen lesen? Hier geht es zu einer Übersicht, die direkt auf alle Folgen führt.

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