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Rhein

05.07.2012

"Synthese III": Säuretanker geborgen

Schiffsunglück auf dem Rhein: Der Säuretanker "Synthese III" ist auf Grund gelaufen und hat stundenlang den Schiffsverkehr behindert. Der Tanker ist inzwischen geborgen.
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Schiffsunglück auf dem Rhein: Der Säuretanker "Synthese III" ist auf Grund gelaufen und hat stundenlang den Schiffsverkehr behindert. Der Tanker ist inzwischen geborgen.
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Schiffsunglück auf dem Rhein: Der Säuretanker "Synthese III" ist bei Oberwesel auf Grund gelaufen und hat stundenlang den Schiffsverkehr behindert. Der Tanker ist inzwischen geborgen.

Gut eineinhalb Jahre nach der hat erneut ein Säuretanker den Verkehr auf dem Rhein lahmgelegt - diesmal allerdings nur für wenige Stunden. Die mit 1300 Tonnen Schwefelsäure beladene "Synthese III" war in der Nacht zum Donnerstag bei Oberwesel , bereits am Vormittag kam sie aber mit Hilfe von drei Schleppern wieder frei. Zuvor hatte ein zweites Schiff einen Teil der Ladung aufgenommen.

"Synthese III": Schifffahrt freigegeben

Am frühen Mittag wurde die Schifffahrt auf Europas meistbefahrener Wasserstraße wieder freigegeben. Laut Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen floss keine Säure in den Fluss. Die unter niederländischer Flagge fahrende "Synthese III" kam aus Ludwigshafen und war im Auftrag der BASF unterwegs, wie ein Sprecher des Unternehmens sagte.

Ziel des Tankers war die belgische Hafenstadt Antwerpen. Bei Oberwesel war das Schiff vom Kurs abgekommen und hatte sich außerhalb der Fahrrinne auf dem sogenannten Jungfrauengrund festgefahren. Der Ludwigshafener Chemiekonzern transportiert nach eigenen Angaben pro Monat rund 10.000 Tonnen Schwefelsäure auf dem Rhein nach Antwerpen. Für diese Transporte werden durchschnittlich acht Schiffe pro Monat eingesetzt.

"Synthese III": 20 Helfer im Einsatz

Bei der Bergung des Schiffes waren vor Ort etwa 20 Helfer im Einsatz. Es wurden rund 240 Tonnen Schwefelsäure auf das zweite Schiff umgepumpt, anschließend kam der Havarist mit Hilfe von drei Schleppern und der eigenen Maschinen wieder frei, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes sagte. Ursprünglich hatten die Verantwortlichen vermutet, 400 Tonnen Säure umladen zu müssen.

"Waldhof" auf Grund gelaufen

Das Ganze habe aber schneller geklappt als gedacht, sagte der Sprecher. Verletzte gab es nicht. Die Wasserschutzpolizei werde nun prüfen, warum das Schiff von der Fahrrinne abkam. Es soll in Duisburg auf Schäden untersucht werden. Die Havarie des ebenfalls mit Schwefelsäure beladenen Frachters "Waldhof" am 13. Januar 2011 nahe der Loreley hatte viel größere Ausmaße.

Dabei starb mindestens ein Besatzungsmitglied. Die Bergung dauerte 33 Tage, auf dem gesperrten Rhein stauten sich die Schiffe zeitweise von Köln bis Mainz. Zwei der vier Besatzungsmitglieder hatten sich retten können, ein 63-Jähriger wurde . Von dem vierten Matrosen fehlt bis heute jede Spur. (dpa, AZ)

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