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Indien

03.08.2015

Zu prüde? Indische Regierung sperrt mehr als 800 Porno-Webseiten

In Indien sind Porno-Websiten derzeit schwer erreichbar. Die Regierung hat hunderte Angebote im Netz sperren lassen.
Bild: Hannibal, dpa/lbn (Symbolbild)

Inder auf der Suche nach Pornos haben es momentan schwer. Ihre Regierung hat mehr als 800 Porno-Webseiten sperren lassen. Die Reaktionen in der Bevölkerung dazu sind gemischt.

Die indische Regierung lässt den Zugang zu mehr als 800 pornografischen Webseiten blockieren. Es gehe "um den Schutz des kulturellen gesellschaftlichen Gefüges", sagte ein Sprecher des Ministeriums für Informationstechnologie am Montag. Es handele sich um eine vorübergehende Maßnahme, nähere Einzelheiten nannte er nicht. Das Anschauen von Pornos ist in Indien erlaubt, nicht aber die Verbreitung.

Die Umsetzung der Sperre durch die Telekommunikationsanbieter soll einige Tage dauern. Am Montag ließen sich große Porno-Seiten noch aufrufen. Die Maßnahme kommt überraschend, eine parlamentarische oder gesellschaftliche Debatte hatte es nicht gegeben.

Indiens höchstes Gericht ist gegen die Porno-Sperre

In sozialen Netzwerken schimpften Inder, ihre hindu-nationalistische Regierung sei "konservativ" und "prüde". Andere begrüßten die Maßnahme, da sie das Ansehen von Pornos für sexuelle Gewalt mitverantwortlichen machen. Indiens höchstes Gericht hatte jüngst festgestellt, es gebe keinen Grund sich einzumischen, wenn Erwachsene Zuhause Pornos schauen. dpa

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