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Ostern
28.03.2024

Warum gibt es an Ostern bunte Eier?

An Ostern ist es Brauch Eier zu färben. Aber warum eigentlich?
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Ostern ohne Eier - hierzulande nicht vorstellbar. Aber warum gibt es ausgerechnet an Ostern traditionell bunte Eier?

Zu Ostern gehören bunte Eier einfach dazu. Ob aus Schokolade, Porzellan oder traditionell als Hühnerei - sie sind in allen Farben und Formen zu finden. Das Verschenken und Essen von Eiern ist der bekannteste Osterbrauch. Aber warum eigentlich?

Eier an Ostern: Eine kleine Historie

Laut katholisch.de ist das Ei ein Symbol des Lebens. Eine Bedeutung, die sich auch die Christen zu eigen gemacht haben. Bereits in der frühen Christenheit stand das Ei für die Auferstehung. Es wurde seit dem 4. Jahrhundert als Grabbeigabe genutzt. "Wie ein Grab hält es Leben in sich verschlossen - hier wird die Beziehung zur Auferstehung Christi deutlich", heißt es auf katholisch.de.

Ungefähr ab dem 12. Jahrhundert entwickelte sich das Eierfärben zu Ostern dann zur Tradition. In Griechenland ist die Farbe traditionell rot, hierzulande werden die Eier an Ostern ganz bunt gefärbt. Besonders aufwendig werden die Eier von dem Volksstamm der Sorben gefärbt. Viele sind in Oberlausitz beheimatet.

Mit einem Federkiel einer Vogelfeder wird Wachs auf ein Hühnerei aufgetragen.
Foto: Patrick Pleul, dpa (Archiv)

Den Brauch des Eiersuchens gibt es seit dem 19. Jahrhundert.

Warum gerade Eier zu Ostern?

Der Brauch Eier zu verschenken, hat praktische Ursprünge. In der Fastenzeit waren Eier tabu, aber die Hühner legten weiterhin Eier. Da es früher noch keine Kühlschränke gab, musste das Überangebot haltbar gemacht werden. Deshalb wurden die Eier gekocht. Pflanzenteile im Kochwasser färbten die Eier und halfen dabei, gekochte von rohen Eiern zu unterscheiden.

Video: dpa

Laut dem Reportagemagazin Geo galten die Eier, die in der Karwoche gelegt worden sind, als besonders heilig. Diese wurden beim Gottesdienst geweiht und anschließend verschenkt oder gegessen. Früher wurden Eier nach Ostern auch als Währungsform genutzt, wie Geo berichtet. Die sogenannten "Zinseier" wurden nämlich von Bauern an ihre Grundherren als Pachtzins abgegeben - und das noch vor Ostern.

Es gibt auch viele Bräuche mit Ostereiern - insbesondere das "Eier-Ditschen". Die gekochten Eier werden mit den Enden gegeneinander "geschlagen". Wessen Ei heil bleibt ist der Sieger und kann mit seinem "Gewinner-Ei" erneut antreten.