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Natalia Poklonskaya

27.03.2014

Erst Sex-Symbol, jetzt auf der Fahndungsliste

Natalia Poklonskaya, die als Oberstaatsanwältin auf der Krim ungewollt zum Sex-Symbol wurde, ist plötzlich selbst ins Visier der Justiz geraten.
Bild: Screenshot/Youtube

Natalia Poklonskaya, die als neue Oberstaatsanwältin auf der Krim ungewollt zum Sex-Symbol wurde, ist ins Visier des ukrainischen Geheimdienstes geraten.

Natalia Poklonskaya war vor gut zwei Wochen zur neuen Oberstaatsanwältin auf der Krim ernannt worden. Was die gut aussehende 34-Jährige nicht ahnte: Die Pressekonferenz, auf der sie vorgestellt wurde, machte sie ungewollt zum Sex-Symbol. Die Juristin, die mit  ihren großen Augen dem Schönheitsideal japanischer Manga-Figuren sehr nahekommt, wurde plötzlich zum Star in den sozialen Netzwerken.

Internetnutzer klickten rund anderthalb Millionen mal bei Youtube den Mitschnitt der Pressekonferenz an. Es kursieren animierte Gifs, die nur den Augenaufschlag der 34-Jährigen zeigen, dazu Zeichnungen und Bildmontagen mit eindeutig zweideutigen Aussagen. Auch private Bilder, die die bis dahin unbekannte Poklonskaya von sich ins Netz gestellt hatte, werden nun fleißig weiter verbreitet.

Der ungewollte Personenkult um sie lässt Natalia Poklonskaya nach eigenen Worten kalt. Sie habe davon durch ihre Tochter erfahren und ansonsten keine Zeit, sich um so etwas zu kümmern, meinte sie.

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Ohnehin droht der 34-Jährigen jetzt Ärger von ganz anderer Seite. Die Juristin, die vom russischen Statthalter auf der Krim ernannt worden war, ist plötzlich selbst zur Fahndung ausgeschrieben.

Das ukrainische Innenministerium wirft Poklonskaya unter anderem Beteiligung am Hochverrat vor - was die Oberstaatsanwältin allerdings kalt kontert. In einem Interview mit der russischen Zeitung "Moskowskij Komsomolez" erklärte sie laut "Welt" , die Fahndung sei "ein Beispiel für die schmierige Politik, die Erpressung und den Druck" sei, den die amtierende ukrainische Regierung ausübe. Deren Ziel sei es, "unserer Bewegung zu schaden, die nur frei und in Ruhe in der Russischen Föderation leben" wolle.  AZ

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