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Kuba

26.11.2017

Erster Todestag: Kubaner gedenken des Revolutionsführers Fidel Castro

Fidel wurde bereits zu Lebzeiten in Kuba kultisch verehrt.
Bild: Alex Castro / Cubadebate, dpa

Die kommunistische Jugend feiert Fidel Castro, die Verbündeten zollen Kubas Ex-Präsident Respekt. Allerdings fällt das Gedenken recht zurückhaltend aus.

Ein Jahr nach dem Tod von Fidel Castro haben die Kubaner des legendären Revolutionsführers gedacht. Hunderte vor allem junge Menschen kamen am Samstagabend zur zentralen Gedenkveranstaltung der kommunistischen Jugend auf den Stufen der Universität von Havanna. Sie skandierten: "Ich bin Fidel, ich bin Fidel" und "Man hört es, man fühlt es - Fidel ist da." 

Unter den Teilnehmern der Gedenkfeier zum ersten Todestag von Fidel Castro war auch Vizepräsident Miguel Díaz-Canel, der voraussichtlich im kommenden Februar an die Staatsspitze rücken soll. Die Musiker Raúl Torres, Eduardo Sosa und Annie Garcés sangen ihr Lied "Cabalgando con Fidel" (Reiten mit Fidel), das nach Castros Tod zu einer Art Hymne wurde und in den vergangenen Tagen wieder häufiger im Radio zu hören war. 

Die kommunistische Parteizeitung "Granma" widmete Fidel Castro am Samstag fast ihre gesamte Ausgabe. Der Revolutionsführer in olivgrüner Uniform am Malecón von Havanna schmückte die Titelseite. Die Zeitung "Juventud Rebelde" erschien zum Zeichen der Trauer in schwarz statt wie üblicherweise in blau. 

Auch Kubas Verbündete ehrten Castro. "Ein Jahr nach dem Tod von Comandante Fidel Castro zollen die Revolutionäre der Welt seinem Andenken, Beispiel und Kampf ihren Respekt und halten seine Idee von der Solidarität der Völker hoch", schrieb Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro auf Twitter. "Fidel ist nicht tot. Durch die Kraft seiner revolutionären Ideen, die Liebe zum Vaterland und die Solidarität mit den Völkern der Welt wird er immer weiter leben", schrieb Boliviens Präsident Evo Morales.

Rebellenführer Fidel Castro und seine Kämpfer demonstrieren im Mai 1957 in der Sierra Maestra.
18 Bilder
Fidel Castro - sein Leben in Bildern
Bild: epa, dpa

Regierung in Kuba will Personenkult um Castro nicht weiter schüren

Auf Kuba selbst wurde das Gedenken an Fidel Castro allerdings relativ klein gehalten. Die kubanische Regierung will den Personenkult um Castro offenbar nicht weiter aufbauschen. So wurden auf der sozialistischen Karibikinsel auch keine Monumente für den Rebellen, Revolutionsführer und Ex-Präsidenten errichtet oder Straßen und Plätze nach ihm benannt. 

Castro war am 25. November 2016 im Alter von 90 Jahren gestorben. Er hatte das Land 47 Jahre regiert und sich 2006 aus der aktiven Politik zurückgezogen. Die zögerliche wirtschaftliche Öffnung und die Annäherung an den einstigen Erzfeind USA unter seinem Bruder und Nachfolger Raúl Castro sah er kritisch. Im Februar kommenden Jahres will Raúl Castro als Präsident zurücktreten. Erstmals seit fast 60 Jahren steht dann kein Castro mehr an der Staatsspitze in Kuba.

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