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Gesundheit: Ärztlicher Bereitschaftsdienst mit neuer Nummer 116 117

Gesundheit

Ärztlicher Bereitschaftsdienst mit neuer Nummer 116 117

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    «116 117» - Diese neue ärztliche Bereitschaftsdienstnummer ist für Beschwerden vorgesehen, die nicht lebensbedrohlich sind und mit denen Patienten sonst in die Sprechstunde gehen würden. Foto: Tim Brakemeier dpa
    «116 117» - Diese neue ärztliche Bereitschaftsdienstnummer ist für Beschwerden vorgesehen, die nicht lebensbedrohlich sind und mit denen Patienten sonst in die Sprechstunde gehen würden. Foto: Tim Brakemeier dpa

    Die neue kostenlose Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes soll ab dem 16. April erreichbar sein, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Der Anrufer wird soweit möglich automatisch mit dem nächstliegenden Bereitschaftsdienst verbunden. Bislang haben die Bereitschaftsdienste in Deutschland mehr als tausend regional unterschiedlichen Nummern, die teilweise sogar täglich wechseln. Diese Nummern sollen aber parallel weiter erreichbar bleiben.

    "Das ist ein großer Fortschritt, denn es beendet das Wirrwarr von über tausend Wegen, zu einem Arzt zu kommen, auf eine einzige Lösung", sagte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU). In Baden-Württemberg, dem Saarland sowie Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen geht die Nummer allerdings erst später an den Start. Dort würden die Bereitschaftsdienste derzeit noch neu organisiert, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler. Langfristig solle die Rufnummer aber europaweit gelten. Viele Länder hätten bereits Interesse gezeigt.

    Mit der neuen Nummer soll auch der Notruf 112 entlastet werden. Er erhoffe sich von dem neuen Service einen Rückgang der unnötigen Anrufe bei der 112, sagte Köhler. Die Notdienstzentralen seien teils stark überlaufen. Sie seien aber nur für lebensbedrohliche Notfälle zuständig.

    Die Kosten für den Service, die nach Angaben der KBV zwischen drei und fünf Millionen Euro im Jahr liegen, tragen die Kassenärztlichen Vereinigungen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst behandelt jährlich rund 3,9 Millionen Patienten. (dpa)

    Informationen über die 116 117

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