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Verfassungsschutz

18.02.2019

KZ-Gedenkstätte will Wachdienste prüfen lassen

Die Stiftung der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen will Wachfirmen künftig vom Verfassungsschutz prüfen lassen.
Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

In der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen wurde ein Sicherheitsdienst eingesetzt, dessen Chef rechtsextrem sein soll. Die Gedenkstättenstiftung zieht Konsequenzen.

Nach dem Einsatz des Sicherheitsdienstes eines mutmaßlichen Rechtsextremen in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen will die Gedenkstättenstiftung Wachfirmen vom Verfassungsschutz prüfen lassen. Dazu gebe es bereits Kontakt mit dem Innenministerium, sagte ein Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Montag in Oranienburg.

Die Gedenkstätten hatten am Samstag einen Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung bestätigt, wonach Mitarbeiter eines als mutmaßlich rechtsextrem eingeschätzten Wachunternehmers aus Cottbus eingesetzt worden seien.

KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen: Vertrag enthält Extremismusklausel

Die Wachfirma war demnach von der beauftragten Firma als Subunternehmen beschäftigt worden. Die Gedenkstättenstiftung verlange nun weitere Details, wann und wo das Subunternehmen eingesetzt worden sei, sagte der Sprecher. Derzeit sei noch unklar, ob auch die Gedenkstätte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück (Oberhavel) betroffen sei. Außerdem habe die Stiftung die zuständige Wachfirma aufgefordert, die Geschäftsbeziehungen zu dem Subunternehmen einzustellen.

Der Vertrag mit der beauftragten Firma enthält nach Angaben des Sprechers eine Extremismusklausel. Die Klausel untersage Kontakte zu Personen und Organisationen, die der besonderen Sensibilität und dem Charakter der Gedenkstätten entgegenstehen. Bei Vertragsabschluss sei das Unternehmen auch mündlich auf diesen Umstand hingewiesen worden. Die Firma wollte sich auf Anfrage nicht zu den Vorfällen äußern. (dpa)

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18.02.2019

Soso -"... tendieren also in die rechte Richtung..."
Die meisten Security-Mitarbeiter , denen man auf Messen, bei Konzertveranstaltungen, vor Diskotheken etc begegnet , sind (zumindestens ihrem Aussehen ,ihre Ethnie nach zu urteilen) , eher Menschen mit "orientaler" Abstammung ,einem "orientalem" Stammbaum .
Insofern frage ich mich da dann doch ,wie Sie auf diese wage Behauptung kommen ?!

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19.02.2019

Antisemitismus aus diesem Raum wird in linken Kreisen weitgehend negiert; man steht innerlich oft auf Seite der iranischen Zerstörungsrethorik gegenüber Israel. Hatten wir doch erst die Tage bei den Gelbwesten in Frankreich.

https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Judenhasser-mit-gelber-Weste-id53532126.html

Wobei es in Ostdeutschland sicher auch einheimisches Security-Personal mit entsprechenden Ansichten gibt. Die großen Rechtsrockkonzerte wird man nicht mir arabischer Security bestücken ;-)

Das Grundübel bleibt, dass eben immer mehr Sicherheitsaufgaben an "Security" ausgelagert wird - auch so kann man die Kriminalitätsstatistik schönen.

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18.02.2019

Welch eine (traurige) Sensation!

Wachdienste, Securities, etc. - ziehen doch nachgerade "law-and-order"-Publikum an. Diese tendieren normalerweise in die rechte Richtung; wir sehen dies ja (sind ja immer nur Einzelfälle!!) auch in den verschiedenen uniformierten Diensten.

Im konkreten Fall von Sachsenhausen eine beschämende Situation!

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