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Flüchtlingsdrama

13.04.2015

Neun Flüchtlinge sterben im Mittelmeer

Ein Boot wie dieses ist am Wochenende vor Italien gekenntert. Archivbild
Bild: Italian Navy/dpa

Mit dem besseren Wetter wagen immer mehr Flüchtlinge ihre Reise übers Mittelmeer. Seit Jahresbeginn sind aber auch schon mehr als 500 Menschen dort gestorben.

Mindestens neun Flüchtlinge sind nun wieder im Mittelmeer ertrunken. Ihr Boot sei zwischen Libyen und Italien gekenntert, teilte die italienische Küstenwache mit. 144 weitere Flüchtlinge seien nach dem Bootsunglück gerettet worden. Die Suche nach möglichen Vermissten läuft noch. Hinweise auf weitere Tote gebe es bisher aber nicht, sagte die Küstenwache.

Am vergangenen Wochenende kamen über 5000 Flüchtlinge an

Derzeit wagen Tausende Flüchtlinge ihre Reise über das Mittelmeer, weil sich das Wetter gebessert hat. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) sprach von 2800 Geretteten am Wochenende. Die Zahl der Flüchtlinge in Italien sei damit auf15.000 gestiegen, sagte IOM. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, in den drei Tagen von vergangenem Freitag bis Sonntag seien mehr als 5629 Menschen gerettet worden.

Nach IOM-Angaben waren die meisten Flüchtlinge vom Wochenende in Libyen gestartet. Sie stammten aus Syrien und Afrika südlich der Sahara, darunter Eritrea, Somalia und Äthiopien. Auch die Zahl der Opfer ist gestiegen. Laut UN-Flüchtlingswerk UNHCR kamen bei der Überfahrt übers Mittelmeer seit Jahresbeginn schon mehr als 500 Menschen ums Leben. Das sei 30 Mal so viel wie im gleichen Zeitraum letzten Jahres. 

In Griechenland kamen in den letzten Tagen ebenfalls Hunderte Migranten an. Die griechische Küstenwache griff innerhalb von zwei Tagen mehr als 500 Migranten vor und auf den Inseln in der Ägäis auf. Internationale Schleuserbanden hätten sie dort an Land gelassen, teilte die Küstenwache mit. dpa/AZ

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