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Geheimnisverrat

20.02.2015

Staatsanwalt soll Interna zu Wulff und Edathy weitergegeben haben

Der Generalstaatsanwaltschaft Celle, Generalstaatsanwalt Frank Lüttig, steht nach seiner Aussage in der Sitzung des Innenausschusses des Bundestages in Berlin vor dem Sitzungssaal.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

Wegen Geheimnisverrats in den Fällen Wulff und Edathy hat die Staatsanwaltschaft Göttingen Ermittlungen gegen den Celler Generalstaatsanwalt Frank Lüttig eingeleitet.

"Ihm wird vorgeworfen, als früherer Leiter der Strafrechtsabteilung im Niedersächsischen Justizministerium sowie als Generalstaatsanwalt in acht Fällen in strafbarer Weise Geheiminformationen an Dritte weitergegeben zu haben", sagte Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) am Freitag im Landtag in Hannover. 

Sieben Fälle beträfen die Weitergabe von geheimen Informationen aus dem Korruptionsverfahren gegen den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. Ein Fall bezöge sich auf das noch laufende Verfahren gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy.

In beiden Fällen waren wiederholt interne Ermittlungsergebnisse, bis hin zu kompletten Vernehmungsprotokollen und anderen brisanten Details über verschiedene Medien in die Öffentlichkeit gelangt.

Prozess gegen Edathy startet am Montag

Der Prozess gegen Wulff endete bereits vor rund einem Jahr mit einem Freispruch, der Prozess gegen Edathy startet am Montag am Landgericht Verden. Ihm wird vorgeworfen, verbotene Kinderpornos über das Internet heruntergeladen zu haben. dpa

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