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  3. Brasilien: Wahlgericht lehnt Anfechtung von Bolsonaros Niederlage ab

Brasilien
24.11.2022

Wahlgericht lehnt Anfechtung von Bolsonaros Niederlage ab

Brasiliens abgewählter Präsident Jair Bolsonaro hat vor Gericht eine Schlappe erlitten.
Foto: Eraldo Peres, AP/dpa

Gut drei Wochen nach der Abwahl des rechten Präsidenten will seine Partei einen Teil der abgegebenen Wählerstimmen für ungültig erklären lassen. Ein Gericht macht nun einen Strich durch die Rechnung.

Das Oberste Wahlgericht in Brasilien hat den Antrag der Partei des abgewählten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Überprüfung des Wahlergebnisses abgelehnt. Die Liberale Partei (PL) habe keinerlei Beweise für einen angeblichen Betrug vorgelegt, sagte Gerichtspräsident Alexandre de Moraes.

Wahl in Brasilien: Bolsonaro hatte Stichwahl verloren

Zudem verhängte er eine Geldstrafe in Höhe von 23 Millionen Reais (4,12 Mio Euro) gegen die Antragsteller. Sie hätten böswillig und unverantwortlich einen Rechtsstreit auslösen und die Justiz damit befassen wollen Bolsonaro hatte die Stichwahl am 30. Oktober gegen den linken Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva verloren. Der rechte Staatschef erkannte seine Niederlage nicht ausdrücklich an.

Bolsonaro äußerste Zweifel am Wahlsystem

Am Dienstag beantragte die PL beim Obersten Wahlgericht, einen Teil der Wählerstimmen für ungültig erklären zu lassen. Demnach sollen nach 2020 hergestellte elektronische Wahlurnen keine Seriennummern besitzen und deshalb nicht eindeutig zuzuordnen sein. Gerichtspräsident Moraes wies dies zurück. Der Antrag sei lächerlich und rechtswidrig. Bolsonaro hatte bereits vor der Abstimmung immer wieder Zweifel am Wahlsystem geäußert und angedeutet, das Ergebnis möglicherweise nicht anzuerkennen. (dpa)

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