Weiß, weiß, überall weiß. Dazwischen ein paar Steine, die der starke Wind vom Schnee befreit hat. Ein Weg zum Gipfel ist nicht zu erkennen. Zu stark der Schneesturm, zu schlecht die Sicht. Die ganze Nacht über hat es geschneit. Ein Ende? Nicht zu erkennen. Am Morgen waren keine Fischerboote auf dem Meer zu sehen, selbst für die hart gesottenen Angler war es auf Norwegens zweitgrößter Insel Senja zu stürmisch, um zu fischen. Für eine Gruppe Skitourengeher tut das nichts zur Sache. Sie sind in den hohen Norden gereist, um zehn Tage lang den Traum des Skitourengehens zu suchen: Hänge voller Schnee, Aufstiegsrouten, die auf Meereshöhe starten und Gipfel, von denen sich die endlose Weite der Fjorde betrachten lässt. Und sie haben noch ein bescheidenes Detail mehr gefunden: die Einsamkeit unweit des Polarkreises.
Reisereportage