Newsticker

Söder warnt vor einer Lockerung der Corona-Regeln über Silvester
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. 100. Geburtstag: „Viel Arbeiten und viel Kraut essen“

Schwabmühlhausen

11.10.2017

100. Geburtstag: „Viel Arbeiten und viel Kraut essen“

Langerringens Bürgermeister Konrad Dobler gratulierte der Schwabmühlhauserin Veronika Rogg zu ihrem 100. Geburtstag.
Bild: Anna Starker

Veronika Rogg aus Schwabmühlhausen ist 100 Jahre alt. Ihr ganzes Leben wohnt sie im Langerringer Ortsteil.

Einen ganz besonderen Geburtstag feierte Veronika Rogg am gestrigen Dienstag: Sie kann auf 100 Lebensjahre zurückblicken. Ihr ganzes Leben hat die Schwabmühlhauserin an einem Ort verbracht: „Das ist mein Geburtshaus. Seit 100 Jahren lebe ich hier.“

Ihren Ehrentag feiert die rüstige Dame gemeinsam mit ihrer großen Familie. Kurz muss sie überlegen, wie groß diese bereits ist: „Ich habe vier Kinder, zwölf Enkel und schon sechs Urenkel“, erzählt sie stolz. Auch weitere Verwandtschaft wie Neffen und Nichten und deren Familien fanden sich in der Unteren Mühle zum Feiern ein, die nicht weit von Roggs Bauernhof entfernt ist.

Zwei Brüder haben den Krieg nicht überlebt

Dort ist sie am 10. Oktober 1917 als Veronika Simnacher geboren, als eines von vier Geschwistern, das einzige Mädchen. Nachdem zwei ihrer Brüder den Krieg nicht überlebten und der älteste Bruder aus gesundheitlichen Gründen den Hof und vor allem die Zimmerei sowie das Baugeschäft der Eltern nicht übernehmen konnte, lag es an ihr, den Betrieb weiterzuführen. Mit einer Kontaktanzeige in der Zeitung fand sie ihren Mann Josef Rogg, mit dem sie eine fast 67 Jahre währende Ehe führen sollte, bis er im vergangenen Jahr starb.

Bis dahin lebten die beiden im Bauernhaus, versorgten sich auch noch selbst, kochten und spülten zusammen ab. Seitdem wohnt Veronika Rogg allein dort. „Zum Glück wohnen meine Kinder alle nahe bei mir“, freut sie sich. Zwei ihrer Söhne, darunter der Älteste, der die Zimmerei inzwischen gemeinsam mit seinen Söhnen weiterführt, sind ihre direkten Nachbarn,. Und auch die anderen Kinder sind nicht weit entfernt. So gelingt es, dass die 100-Jährige trotz eines Sturzes im vergangenen Jahr weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung bleiben kann.

Nach dem Rezept für ihr langes Leben gefragt, schmunzelt Rogg: „Das gute Wasser.“ Ihre Enkelin fügt lachend hinzu: „Uns sagst du immer: Viel Arbeiten und viel Kraut essen.“

Viel gearbeitet hat sie immer: „Ich habe mich um die Landwirtschaft gekümmert.“ Viel Zeit für Hobbys blieb da nicht, aber sie hat immer gern gestrickt. Und in die Kirche geht sie immer noch.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren