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Sanierung

21.03.2011

Bald muss Jacob nicht mehr in der Turnhalle schlafen

Jacob (links) und Luca freuen sich schon auf ihren neuen Kindergarten.
Bild: Foto: Katharina Beck

Graben schafft mehr Platz für die Ganztagsbetreuung: In dieser Woche beginnen die Arbeiten am Kindergarten Pfiffikus

Graben Heute rücken die Bagger an. Der Kindergarten Pfiffikus in Graben wird auf Vordermann gebracht und vergrößert. Ein Anbau und die energetische Sanierung des 35 Jahre alten Gebäudes stehen an.

Im Kindergarten gibt es derzeit 66 Plätze für Kinder von drei bis sechs Jahren. Mehr werden es wohl nicht werden. Aber: „Der Platz reicht nicht aus“, sagt Bürgermeister Andreas Scharf. Im Laufe der Jahre hatten deshalb die Mitarbeiter schon ihr Personalzimmer aufgeben müssen. Außerdem sei der Kindergarten nicht für eine Ganztagesbetreuung ausgelegt, so Scharf weiter.

Früher gab es zwei Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe. Heute bleiben immer mehr Kinder zum Mittagessen und müssten danach schlafen. Doch eigene Räume zum Essen und Schlafen fehlen. Wenn sie mittags schlafen wollen, bleibt bisher nur die Turnhalle. Diese Bedingungen duldete das Landratsamt nach Auskunft des Bürgermeisters nur wegen der zugesagten Sanierung. Das soll sich nun ändern.

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Mit 700000 Euro sind die Kosten für das Projekt veranschlagt. Als Zuschuss sagte das Landratsamt der Gemeinde 164000 Euro zu. „Da hatten wir uns deutlich mehr erhofft“, sagt Scharf. „Wir wollten ins Konjunkturprogramm aufgenommen werden.“ Dann wären 80 bis 90 Prozent bezuschusst worden. Doch in dieses Programm schaffte es Graben im Gegensatz zur Nachbargemeinde Untermeitingen, die einen Zuschuss für ihren Kindergarten bekam, nicht.

120 Quadratmeter mehr

Trotzdem soll es nun auch in Graben losgehen. Insgesamt werden 120 Quadratmeter Fläche für die Kinderbetreuung dazukommen. Der Anbau an der Westseite des Kindergartens wird 80 Quadratmeter groß werden. Dort werden das Büro, ein Personalzimmer und ein Intensivraum für die Arbeit in Kleingruppen untergebracht. Die restlichen 40 Quadratmeter für Schlaf- und Essensräume werden im Hauptgebäude durch den Umbau eines Außenlagers, des alten Büros und des Flurs frei. Das Außenlager wird durch eine Doppelgarage ersetzt.

Im Zuge der energetischen Sanierung bekommt der Kindergarten ein neues Dach mit Wärmeschutzplatten. Die Außenwände werden isoliert und eine neue Heizung eingebaut, Wasserleitungen und Lüftungsanlage erneuert. Im Gespräch ist auch eine Umzäunung des Zugangs. Bisher führte ein Fußweg bis vor die Eingangstür. „Manchmal treffen sich dort Jugendliche, die am Briefkasten herumfingern“, sagt Scharf. Deshalb plant die Gemeinde, den gesamten Kindergarten zu umzäunen.

Die Arbeiten im Gebäude können nur in den Ferien erledigt werden, damit der Betrieb weitergehen kann. Im Herbst aber sollen sowohl der Neubau als auch die Sanierungsarbeiten beendet sein.

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