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Musiknacht

19.05.2015

Humpa Bumpa und kesse Töne

Die „Klarinettenmädels“ präsentierten sich passend zum Jubiläumsabend in neuen Dirndln: (von links) Petra Peter, Johanna Kögel, Bettina Brückner, Laura Wiedemann und der Hahn im Korb: Andreas Übeleis.
Bild: Erich Wörishofer

Die Oberneufnacher Musikanten feierten ihren 90. Geburtstag mit frischer Partystimmung

90 Jahre und kein bisschen leise“: Ganz nach dem Motto des Abends präsentierte sich der Musikverein Oberneufnach bei seinem Jubiläumskonzert mit vielen eigenen Arrangements, Soli und Gesang. Die Musiker unter Dirigent Franz Huber hatten im gut besuchten Vereinsheim für die Zuhörer eine Mischung aus klassischer Blasmusik und der mittlerweile bekannten „Humpa Bumpa Revolution“ vorbereitet.

Tosender Applaus für drei Urgesteine des Vereins

So sparte Anton Jall vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund (Bezirk 10) nicht mit Lob für den kreativen Geist der gesamten Musikerschaft und ehrte mit Melanie Schmid und Vereinsvorsitzendem Stefan Klaus unter tosendem Applaus drei Urgesteine des Vereins: Burkhard Wiedemann und Max Kögel sind seit 40 Jahren in vielfältigster Weise aktiv, Georg Klaus wurde für 60 Jahre Vorbildfunktion und Fröhlichkeit vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert. Im Mittelpunkt der Nacht stand natürlich die Musik. Los ging es mit dem Patriotenmarsch und der Polka „Goldener Riesling“. Wie gewohnt taten sich gleich mehrere Musiker des Vereins auf ganz besondere Weise hervor, familiäre Bindungen stachen dabei mehrfach in Auge und Ohr: Thomas Frommelt zeigte einmal mehr, dass er Stücke hervorragend arrangieren und auf der Trompete führen kann. Seine Ehefrau Christin verführte mit ihrem Gesang, bei „The Power of love“ alleine, bei weiteren Titeln wunderbar ergänzt durch Lara Schubert (I’am from Austria, Proud Mary). Deren Vater Andre Schubert zeigte gewohnt virtuoses Musikspiel und Gesang gepaart mit viel Witz. Auf Frank Sinatras „My Way“ zeigte er im Vereins-Trikot die Angst der Schützen des FC Bayern München beim Elfmeterschießen auf, frei nach dem Motto „Mir tut das Bein weh“. Selbst die Bayernfans nahmen es mit Humor.

Und als würde das noch nicht reichen, musizierte sich beim Stück „Drei Gesellen“ gleich eine ganze Familie ins Herz des Publikums: Vater Max Kögel mit den Söhnen Fabian (beide Tenorhorn) und Thomas (Tuba) übernahmen dabei den Solo-Part, bei vielen anderen Werken standen sie ebenfalls im Rampenlicht. Wie beispielsweise Fabian Kögel am Tenorhorn gemeinsam mit Dirigent Franz Huber am Bariton bei der Polka „Bavaria meets Austria“. Wie gleichwohl viele Lieder des Abends österreichischer Herkunft waren, wie Huber betonte.

Es war der Auftakt zu einer Reihe von mitreißenden Stücken, die ein Dauer-Lächeln im Gesicht und Bewegung in den Füßen der Anwesenden weckten. Da durfte auch ein Werk von Mnozil Brass, ideologischer Vorreiter der „Humpa Bumpa Revolution“ nicht fehlen: Zu „Blue“ zeigten Thomas Frommelt und Fabian Kögel ihre Solo-Künste. Frommelt an der Gitarre war beim Eigenarrangement „Learn me right“ nach Vorbild von „Mumford and Sons“ zu bewundern, mit Sängerin Lara Schubert und Andre Schubert am Dudelsack.

Mit 90 Jahren kein bisschen leise

In diesem Solisten-Reigen durfte natürlich auch Vorstand Stefan Klaus nicht fehlen, der mehrfach seine Trompete in Wallung brachte, beim „Marsch der Wälder“ von HMBC das Mikrofon zum Leben erweckte und einen eigens umgedichteten Text zur Musikernacht mit Andre Schubert intonierte. Und als die Klänge von „Smoke on the water“ den Saal zum Leben erfüllten und Dirigent Franz Huber seine verlängerte Haarpracht wirbelte, gab es kein Halten mehr.

Die Feierlichkeiten hatten ihren Höhepunkt erreicht. Alle waren sich einig: Leise sind die Oberneufnacher Musikanten mit 90 Jahren sicher nicht.

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