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Scherstetten

17.06.2015

Kunst hoch oben auf dem Klafferberg

Mit viel Ausdauer arbeitet Markus Brinker an seinen Skulpturen.
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Mit viel Ausdauer arbeitet Markus Brinker an seinen Skulpturen.

Eine Idylle inmitten der Scherstetter Natur bietet interessante Kunst. Zum Beispiel Motorsägen-Schnitzereien. 

Eine Kunstausstellung der etwas anderen Art bot das zweitägige Event „Kunst am Klafferberg“ den Besuchern. Denn die Ausstellung fand hoch oben auf dem Klafferberg statt und ließ die Gäste neben der Kunst die Ruhe und Idylle inmitten der Natur genießen.

Im und auf dem Gelände des ehemaligen, liebevoll umgebauten Wasserreservoirs von Hans Müller hatten zahlreiche Künstler ihre Arbeiten ausgestellt. Während des gemütlichen Spaziergangs über das Areal konnten die Besucher Bilder in Öl, Aquarell, Tusche und Acryl sowie Porzellanmalereien und Fotografien bestaunen, ebenso plastische Objekte, handgewebte Bänder, genähte Kissen, Kunstwerke aus Naturmaterialien sowie Holz- und Motorsägenschnitzereien. Das besondere an der Ausstellung war, dass etliche Künstler direkt vor Ort ihre Kunstwerke erstellten und die Gäste so die Möglichkeit hatten, ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

Für Markus Brinker, der tolle Skulpturen aus Holz schnitzt, ist seine Arbeit pure Meditation, wie er sagt. Gerade die Kombination aus Holz, das eine sehr gute Energie besitzt, die Kreativität und die Arbeit in der Natur, seien für ihn das Faszinierende an seiner Arbeit. Oft braucht er etliche Wochen oder sogar mehrere Monate bis er mit seinem Klüpfel und Hohlbeitel aus den Holzarten Zwetschge, Erle oder Kirsche die interessanten Skulpturen erschaffen hat.

Kunst hoch oben auf dem Klafferberg

Auch Susi Herzog widmet sich schon seit vielen Jahren einer sehr alten Handwerkskunst – der Bandweberei. Auf ihrem „inkle loom“, einem Bandwebstuhl, webt sie Bänder, die sie dann beispielsweise auf Kissen, Schlüsselanhänger und sogar auf Flip Flops näht und nebenberuflich verkauft. „Für mich ist die Weberei ein Ausgleich zum Beruf, da die monotone Arbeit und die Konzentration auf das Band mich den ganzen Stress wieder vergessen lässt“, erklärt sie mit Begeisterung für ihre nicht ganz alltägliche Beschäftigung.

Oft sah man auf dem Gelände des Klafferbergs die Gäste auf den verschiedenen Bänkchen oder am Lagerfeuer sitzen, die sichtlich die Ruhe und Atmosphäre der Ausstellung genossen, bevor sie noch mal eine Runde über das Gelände drehten, um vielleicht das ein oder andere Kunstwerk nochmals zu bestaunen. Oder um bei den Lamas und Ponys des Kaindlhofs vorbeizuschauen und sie zu streicheln.

Auch das Rahmenprogramm bot dem Publikum Abwechslung. Eine Trommlergruppe, das Holzbläserensemble der Blaskapelle Scherstetten sowie die Vorführung japanischer Kampfkunst unterhielten die Gäste. Und für das leibliche Wohl sorgte der Elternbeirat des Kindergartens Scherstetten, ein mittelalterlicher Backofen sowie der Verein Cani di italia, der sich um die Vermittlung von streunenden Hunden aus Italien nach Deutschland kümmert.

Hans Müller zeigte sich zufrieden nach dem Wochenende. Wir haben dieses Jahr die Verpflegung für die Gäste noch optimiert und konnten weitere Künstler dazu gewinnen. „Ich glaub, den Leuten hat es gefallen“, sagt er zufrieden.

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