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Bobingen

27.11.2019

Loriot hat recht: Früher war mehr Lametta

Corinna Kammerer vom Heimatverein d’Hochsträßler zeigt Gerätschaften, wie sie vor 50 Jahren bei der Weihnachtsbäckerei verwendet wurden.
Bild: Ingeborg Anderson

Die Hochsträßler aus Bobingen unternehmen eine Zeitreise und zeigen Weihnachten vor 50 Jahren. In ihre Ausstellung werden dazu besondere Exponate integriert.

Welche Spielsachen lagen 1969 unterm Weihnachtsbaum? Und wie war er geschmückt? Einen Eindruck davon vermittelt die Sonderausstellung der Hochsträßler. Und Besucher des Christkindlesmarktes auf dem Rathausplatz haben Gelegenheit, sich ins Dachgeschoss der Alten Mädchenschule zu begeben und einen Zeitsprung aus der aktuellen Vorweihnachtszeit zurück in die Zeit vor 50 Jahren zu machen.

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Nach der Mondlandung geht es weiter

Nach „Haushalt und Feste“ und „Mode und Mondlandung“ ist „Weihnachten und Spielsachen“ der dritte Themenkreis der Ausstellung des Heimatvereins zum Jubiläumsjahr der Stadt. In den Räumen des Schul- und Hauswirtschaftsmuseums sind Edith Wildbrett, Irmgard Heidler und Corinna Kammerer, die Vorsitzende des Vereins, beschäftigt, Exponate auszuwählen und möglichst wirkungsvoll zu präsentieren.

Exponate aus Bobinger Familien

„Das zugrunde liegende Konzept ist, die Exponate möglichst in die reguläre Ausstellung zu integrieren, da dort ebenfalls viele Dinge aus der Zeit vor 50 Jahren zu sehen sind. Die Sachen aus den einzelnen Themenbereichen bleiben, sodass sich die Sonderausstellung im Laufe des Jahres stets erweitert hat“, erläutert Kammerer die Intention. Die einzelnen Ausstellungsstücke stammen aus den Reihen der Hochsträßler oder sind Leihgaben Bobinger Bürger.

Loriot hat recht: Früher war mehr Lametta

Und manchmal kann man sich beim Rundgang angesichts von Röhrenfernsehgerät, Sammeltassen, Häkeldeckchen und Bowlenservice ein Schmunzeln nicht verkneifen. Beim Anblick von Miniröcken, Schlaghosen und einem Tonbandgerät kommt nostalgische Erinnerung auf. Oder man stellt sich vor, wie die Hausfrau in gerüschter Küchenschürze das Küchenmaschinenmonster bediente und mit der Weihnachtsbäckerei beschäftigt war, denn die Ausstellung gibt auch einen Eindruck von den Vorbereitungen auf das Fest: Mandelmühle, Nudelholz, Model, Ausstech-Formen und mehr.

Lametta-Fäden gehörten dazu

Beim Schmücken des Baumes war Lametta – oft sorgfältig Faden für Faden aufgehängt – ein absolutes Muss. Womit sich Loriots Spruch „Früher war mehr Lametta“ tatsächlich als wahr erweist. Und die Spielsachen? Puppe im korbgeflochtenen Puppenwagen, Zoo aus Holz, Holzbauklötze statt Lego oder gar Spiele-Konsolen.

Ein direkter Vergleich bietet sich da an, denn diese Zeitkapsel im Dachgeschoß der Alten Mädchenschule, Pestalozzistraße 1 öffnet sich während des Christkindlesmarktes am Samstag, 30. November, 16 bis 20 Uhr und am Sonntag, 1. Dezember, 15 bis 19 Uhr.

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