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Spatenstich

05.11.2019

Neue Kita will Natur und Umwelt vermitteln

Jürgen und Sandra Kaiser stießen mit Bürgermeister Bernd Müller auf den Bau des Kindergartens in Straßberg an.
Foto: Anja Fischer

In Straßberg entsteht ein Kindergarten auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofs

Ein langersehnter Traum ging für Sandra und Jürgen Kaiser mit dem Spatenstich für ihren Kindergartenneubau in Straßberg in Erfüllung. Knapp zwei Jahre dauerte die Phase von der ersten Planung bis zum nun bewilligten Antrag.

An der Frieda-Forster-Straße soll in den nächsten Monaten ihre Kleine Farm entstehen, eine Kindertagesstätte mit Platz für drei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Bis zu 90 Kinder können dort untergebracht werden. Besonderheit: Zur Kleinen Farm gehört ein kleiner Dorfladen. Auf dem 3500 Quadratmeter großen Grundstück eines ehemaligen Bauernhofs wird die Kindertagesstätte zudem einen Garten für die kleinen Entdecker, Obstbäume, Gemüsebeete und Ställe mit Kleintieren beherbergen.

Jürgen Kaiser freut sich schon: „Wir denken an Hühner- und Bienenhaltung“, erzählt er. Ziel sei es, bereits den Jüngsten einen verantwortungsvollen Umgang mit und in der Umwelt und den natürlichen Ressourcen zu vermitteln. Man biete den Kindern deshalb ein sinnliches Erleben der „Um- und Mitwelt“ an, wie das Kennenlernen von Tieren und Pflanzen durch den Anbau von Obst und Gemüse. Zudem wolle man im Kindergartenalltag umweltbewusstes Verhalten gezielt leben. „Schon die Gelegenheit zum Spielen im Freien schafft Intuition und Gefühl für die Natur und bildet Vertrauen“, ist sich Jürgen Kaiser sicher. Der ganzheitliche Ansatz verfolge über den reinen Naturkontakt hinaus die Ökologisierung des gesamten Kindergartenbereichs und seines Umfelds. Baulich sollen ökologische Aspekte bei der Gestaltung der Innen- und Außenräume beachtet werden, im Kindergartenalltag bei der Ernährungserziehung. „So wollen wir eine ganzheitliche Erziehung zu einem nachhaltigen Lebensstil vorleben, die neben Umweltbewusstsein auch Handlungskompetenz vermittelt“, verspricht Kaiser. Der Name des Kindergartens, Kleine Farm, ist angelehnt an den ehemaligen Bauernhof, der sich auf dem Gelände befand. Das Kindergartengebäude soll auch Aspekte des alten Hauses aufgreifen und optisch daran angelehnt sein. Im Vordergebäude werden der Dorfladen, die Küche, der Personalraum und das Büro der Einrichtungsleitung untergebracht. Im Rückgebäude, das optisch wie der frühere Stadel mit Holz verkleidet werden soll, befinden sich die Gruppen-, Mehrzweck- und Sanitärräume für die Kinder.

Mit der Trägerschaft eines Kindergartens haben Sandra und Jürgen Kaiser bereits lange Erfahrung. Sie betreiben ebenfalls die Kindertageseinrichtung Zwergenhaus in Inningen. Wie nun die Kleine Farm haben sie dieses auch mit geplant und gebaut.

Der Bau einer Kindertagesstätte war keineswegs die erste Idee, die Kaisers für die Verwendung des Grundstücks hatten. Abstellmöglichkeiten für eigene Fahrzeuge waren ursprünglich angedacht. „Aber als wir das Grundstück besichtigten, fragte eine Nachbarin, ob wir hier einen neuen Kindergarten bauen“, erinnert sich Jürgen Kaiser. Der Gedanke ließ ihn nicht los und nun steht das neue Heim für 90 Kinder in den Startlöchern.

Es sind Kindergarten- und Krippenplätze, welche die Stadt Bobingen dringend braucht. Bürgermeister Bernd Müller betonte dies anlässlich des Spatenstichs. Man kenne die Familie Kaiser als verlässlichen Partner und sei sehr froh, über deren Initiative. Betreuungsplätze seien das Gebot der Stunde. „Und bei diesem Projekt kommt bestimmt etwas Großartiges heraus“, freute sich Müller. Nach dem jetzt erfolgten Baubeginn soll die Fertigstellung bis September 2020 erfolgen. (anja)

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