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Projekt

16.02.2015

Powersport für Grundschüler

„Crazy Wolfi“, Wolfgang Richter, brachte viel Bewegung in die Reihen der Grundschüler.
Bild: Anja Fischer

„Crazy Wolfi“ will den Bobinger Kindern Freude an der Bewegung vermitteln

Laut tönt der neue Pop-Hit durch die Turnhalle. Rund einhundert Kinder bewegen sich dazu mit Hula-Hoop-Reifen und Springseilen bunt durcheinander, tanzen, hüpfen und haben sichtlich Spaß. Mitten drin ist der Sportpädagoge und Choreograf „Crazy Wolfi“, wie die Kinder Wolfgang Richter von der gemeinnützigen Einrichtung „fresh fantasy“ nennen dürfen.

Überhaupt ist ein Mix englischstämmiger Begriffe sehr angesagt. Crazy Wolfi ist nach eigener Aussage völlig verrückt nach Sport, Tanz, Musik, tobenden Kindern und nach neuen Trends. Und genau das spiegelt sich in seinem Sportprogramm wider. Das Ziel: Bewegt euch.

Die Doppelturnstunde, die immer vier Klassen auf einmal besuchen durften, beschäftigt sich nicht nur mit einer Sport- oder Tanzart. Alle zwanzig Minuten kommt in dem erfrischenden Mix aus Kung-Fu-Tiger-Karate, Hip-Hop, Breakdance, Rollsport auf Roller-Snakern, Moonwalking und dem Macarena-Robot-Gangnam-Style etwas anderes zum Vormachen und Nachtanzen auf die begeisterten Kinder zu. Und die hopsen fröhlich mit. Kein Wunder, dass das Programm den Zusatz „let’s move – Die total verrückte Sportstunde“ trägt.

Powersport für Grundschüler

Was den Kindern neben der Bewegung vor allem Spaß macht: Es gibt keinen „Besten“, es geht nicht um Punkte. Sondern einfach nur ums Bewegen, Toben und Fröhlichsein. Genau deshalb steuert „Crazy Wolfi“ mit seinem Projekt ausschließlich Grundschulen an: „Nur in Grundschulen stoße ich noch auf derart viel Offenheit und Begeisterung für Neues, auf Toleranz und Mut, auf gnadenlose Ehrlichkeit und jede Menge Charme. In Grundschulen kann ich Kindern noch verständlich machen, dass sie ganz allein bestimmen sollen, was cool ist“, so Wolfgang Richter.

Was so lustig klingt, hat einen seriösen und wissenschaftlich fundierten Hintergrund. Die Kinder sollen nicht nur als Lernende, sondern als wertvolle Individuen wahrgenommen werden, von denen alle, auch Erwachsene, viel Gutes lernen können – ganz besonders im sportlichen Bereich. Deshalb haben die Kinder nicht nur anderthalb Stunden Sport und Spaß, sondern werden, wie es in der am Ende überreichten Urkunde steht, zu „cool-move-mixern“ – den jüngsten Gesundheits-Förderern Deutschlands. Denn das Zertifikat bestätigt ihnen, dass sie ab sofort berechtigt sind, alle Menschen in Schwung zu bringen, die sie mögen. „Eltern können sich da schon mal auf einen gehörigen Muskelkater einstellen“, schmunzelt Wolfgang Richter. Die Begeisterung, auf die sein Projekt bei den Kindern trifft, erklärt sich der Karate-Profi und Pädagoge so: „Beim Obst hat man schon lang erkannt, dass ein Fruchtsalat besser ankommt als nur Apfel oder Birne. Ich übertrage diese Tatsache mit dem „cool-move-mixer-Projekt“ konsequent auf die Thematik Sport, Tanz und Bewegung.“ Das Ziel, welches die gemeinnützige GmbH fresh fanstasy damit verfolgt, ist, die Welt für Kinder ein bisschen schöner, gesünder und bunter zu gestalten – mit viel Sport, viel Spiel und Tanz.

An der Grundschule an der Singold in Bobingen hatte „Crazy Wolfi“ Wolfgang Richter damit großen Erfolg. Begeistert waren die Kinder von der ungewöhnlichen Sportstunde und konnten sich kaum entscheiden, ob Hula-Hoop oder Tiger-Karate mehr Spaß machen. Möglich gemacht hat das Event der Förderverein der Grundschule, der die Kosten dafür übernommen hat, wie Schulleiterin Gabriele Glockner erzählt. „Wir haben per Mail schon öfter die Werbung gesehen und das hat uns sehr gefallen“, berichtet sie. Deshalb habe man nun dem Förderverein das Projekt vorgestellt und mit dessen Hilfe durchführen können. Eine gute Entscheidung, denn der Mix aus Sport, Tanz und Musik sorgte nicht nur für mehr Spaß, sondern zeigte den Kindern vor allem eines: dass Bewegung wichtiger ist als Perfektion und Leistungsdruck.

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