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Graben

13.09.2019

Was die Gruppe Back-Blech so besonders macht

Die Jungs von Back-Blech unterhielten die 120 Zuhörer im Kulturzentrum Graben mit Musik und flotten Sprüchen.
Bild: Elmar Knöchel

Zum dritten Mal tritt die Band Back-Blech in Graben auf – und interpretiert nicht nur Roy Black auf ihre Weise.

Wenn man das Konzert einer Brass Band besucht, weiß man was auf einen zukommt. Blech-Blasmusik, entweder klassisch oder modern. Bei der Gruppe Back-Blech ist das etwas anders. Das wird schnell klar. Schon bei den Einführungsworten der sechs Jungs am Blech: „Unser neues Programm heißt Roy Blech. Dabei haben wir mit dem Bobinger Schlagerstar eigentlich gar nichts gemeinsam. Denn er war erfolgreich, wir nicht“.

So war der Tenor des Abends. Die Musiker, die im wirklichen, musikalischen Leben übrigens alle beim Lech-Wertach-Orchester aktiv sind, zeigten, dass sie einfach anders sind. Jedes Musikstück, das sie spielten, war bekannt, aber immer irgendwie anders. Da war zum Beispiel tatsächlich Roy Blacks „Schön ist es auf der Welt zu sein“. Altbekannt, doch im Arrangement der Back-Blecher mischten sich auch immer wieder Sequenzen aus klassischen Stücken mit dem Evergreen. So kam zum Schluss ein völlig neues Hörerlebnis zustande. Und genau in diesem Stil ging es weiter.

Beethoven und Mozart gemischt mit Popsongs

Garniert mit flotten Sprüchen und Anekdoten aus dem reichen Schatz an Lebenserfahrung der noch sehr jungen Musiker, hangelten sie sich von einer Unmöglichkeit zur nächsten. Aus den Popsongs, die sie spielten, lugten immer wieder Beethoven und Mozart hervor, bevor dann im nächsten Stück alles den Bach runterging. Anders gesagt, auch Johann Sebastian Bach durfte nicht fehlen. Genau so wenig wie die Ode an die Freude, die ebenfalls in poppiges Gewand gekleidet wurde.

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Um die Männerriege der Komponisten zu unterbrechen, nahmen die Künstler aber auch noch eine Frau mit ins Programm. Die „Britney-Polka“ war natürlich Britney Spears gewidmet. Hier ließen sich die Blechmusikanten sogar zu einem wirklichen Text hinreißen: „Uuuhhh, Baby, Baby, ooops“. Damit war wohl alles gesagt.

Ein weiteres Highlight war der „Barbier von Sevilla“. In der Version von Back-Blech lautet der Titel allerdings: „Der Friseur von Sybilla“. Auch hier mischten sie klassische Elemente mit denen aus Rock und Pop. So wurde aus dem Ganzen ein munterer Abend mit virtuoser Blasmusik. Wobei man sich allerdings nie sicher sein konnte, was man gerade hörte. Ob Klassik mit Pop, Oper mit Rock oder doch klassischen Schlager mit Rock-Pop-Anteil. Aber genau das wollten die Jungs auch vermitteln. Denn ihren Musikstil erklären sie so: „Wir machen halt das, was wir halt machen.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

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