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Theater

15.04.2015

Wenn die Räucherkammer zur Sauna wird

Stallknecht Max, der auf ein Wellness-Trainer-Seminar geschickt wurde, zeigt, was er dort gelernt hat. Die Theatergruppe des Musikvereins Graben unterhielt die Zuschauer mit der Komödie „Wellness, Witwen und heiße Wünsche“
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Stallknecht Max, der auf ein Wellness-Trainer-Seminar geschickt wurde, zeigt, was er dort gelernt hat. Die Theatergruppe des Musikvereins Graben unterhielt die Zuschauer mit der Komödie „Wellness, Witwen und heiße Wünsche“

Der Musikverein Graben bringt eine spritzige Komödie um Wellness in der „Pension Lechfeldblick“ auf die Bühne

Welche Komplikationen entstehen können, wenn geschäftstüchtige Gastronomen ihre Pension zum Wellness-Tempel hochstilisieren, das zeigt höchst unterhaltsam die Theatergruppe des Musikvereins mit ihrem neuen Stück „Wellness, Witwen und heiße Wünsche“. Am Wochenende war Premiere im Bürgersaal in Graben.

Schauplatz der Geschichte ist die Pension Lechfeldblick, die neuerdings auf Wellness umgerüstet hat. Chefin Helene hat dafür in der Räucherkammer eine Sauna eingerichtet, die Zimmer zum Standard „Superior“ erklärt und in der alten Badewannen einen Whirlpool installieren lassen. Stallknecht Max hat ein Wellness-Trainer-Seminar absolviert.

Helenes Mann Paul, der Chefkoch des Hauses, peppt die Speisekarte mit fantasievollen Beschreibungen auf. Angestellte Rita und ihr Freund Hannes machen bei dem neuen Konzept mit Eifer mit.

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In 27 Jahren einen professionellen Ruf erspielt

Die ersten Gäste – drei lebenslustige Witwen – kommen. Als sich aber auch Emil von Nierenstein vom Hotel- und Gaststättenverband einmietet, kommt es zu Komplikationen. Der entdeckt nämlich Helenes Entwurf einer Anzeige, in der Max mit seinen besonderen Zuchtfähigkeiten beworben wird. Dass damit der prämierte Bulle des Hofes und nicht der Wellness-Trainer gemeint ist, weiß er nicht. Dann bringt auch noch der italienische Pizza-Mann Schwung in die Handlung.

Ob Bauernstücke, Boulevard oder Satire – die Theatergruppe des Musikvereins Graben hat in den 27 Jahren ihres Bestehens schon (fast) alles präsentiert und sich dabei mit hoch professionellem Können einen ausgezeichneten Ruf erspielt. „Viele der Theaterbesucher kommen von außerhalb“, erzählt Volkmar Angerer, Leiter der Theatergruppe. „Dass sie zu uns kommen, weil sie etwas Besonderes erwarten, macht uns schon stolz.“ Die jahrelange Routine ist den Mimen anzumerken. Eventuelle Versprecher oder kleine Patzer überspielen sie leichtfüßig mit Bravour – und tragen so nicht zuletzt auch zum Charme der Vorstellungen bei. Witzige Pointen, lokaler Kolorit, flotte Handlung und hoch professionelles Können des Schauspielerteams prägen das neue Stück. „Amüsant, großartig gespielt und unbedingt zu empfehlen“, so die begeisterten Stimmen im Publikum.

im Bürgersaal sind am Freitag und Samstag, 17. und 18. April, jeweils um 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 19. April, um 18 Uhr. Karten zu sieben Euro (ermäßig 3,50 Euro) gibt es bei Familie Gerum, Telefon 08232/3508 oder an der Abendkasse.

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