1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Wiener Melodien und ein Hauch Orient

Bobingen

16.01.2018

Wiener Melodien und ein Hauch Orient

Milos Glückmann (links), der Dirigent des Abends, und sein Kollege Andreas Müller freuten sich über ein gelungenes Konzertprogramm in der ausverkauften Singoldhalle.

Die Bobinger Stadtkapelle begrüßt das Jahr 2018 mit Walzer und einem bunten Reigen von Klängen wie auf einem persischen Basar.

Vollständig ausverkauft war das Neujahrskonzert der Bobinger Stadtkapelle in der Singoldhalle. Da reichten auch die eiligst noch an die Seiten gestellten zusätzlichen Stuhlreihen nicht mehr aus. Einige enttäuschte Besucher fanden keinen Platz mehr und konnten daher nicht eingelassen werden. Die Glücklichen, die einen Sitz ergattert hatten, wurden belohnt mit einem hörenswerten Konzert, das durch eine ungewohnte und abwechslungsreiche Musikauswahl begeisterte.

So wechselten sich Melodien von Antonin Dvorak und Johann Strauss (Sohn) ab mit orientalischen Klängen. Es gab den „Ägyptischen Marsch“ zu hören, genauso wie den Besuch „auf einem persischen Markt“.

Durch diese gelungene Mischung entfaltete sich ein musikalisches Treffen von Orient und Okzident. Passend zur Tradition der Wiener Neujahrskonzerte. Steht doch gerade Wien für beide Kulturen. Und so schafften es die Musiker, sowohl Kaiserin Sisi vor dem inneren Auge der Zuhörer auferstehen zu lassen, als auch das Publikum auf einen persischen Basar zu versetzen, wobei man den Betrieb und das Feilschen der Händler beinahe „spüren“ konnte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ein halbes Jahr Probenarbeit

Ein halbes Jahr lang hätten sie geübt, so die Aussage einiger Musiker. Das war denn auch nachzuvollziehen. Ohne hörbare Fehler, souverän und beschwingt, führte Dirigent Milos Glückmann die Kapelle durch den Abend.

Als Moderator konnten die Bobinger Musikanten Heinrich Götz, den Rektor der evangelischen Diakonissenanstalt Augsburg, gewinnen. Er führte gekonnt und sinnig durch den Konzertabend. Zur Begrüßung wünschte er allen Besuchern nachträglich einen „guten Rutsch ins Jahr 2018“, um sofort zu erklären, woher dieser Ausdruck denn stamme.

Laut Götz käme dieser nämlich aus dem Jüdischen. „Rosch ha-Schanah“. Das würde eigentlich „Haupt des Jahres“ heißen und meine den jüdischen Neujahrstag. Daraus sei dann eben unser „guter Rutsch“ (Rosch) entstanden.

Mit diesen und ähnlichen Gedanken zum Neujahrsfest führte Heinrich Götz locker und zuweilen auch nachdenklich durch den Abend. Zu den besonderen Höhepunkten zählten im zweiten Teil des Konzerts die Polka „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss (Sohn) und der weltbekannte „Kaiserwalzer“. Dabei konnte die Bobinger Stadtkapelle ihr ganzes künstlerisches Vermögen zeigen und das Publikum begeistern.

So wurde das neue Jahr in Bobingen ganz in der Tradition der Wiener Neujahrskonzerte begrüßt und die Zuhörer nahmen einen bleibenden Eindruck vom Können der Bobinger Musiker mit nach Hause.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Bild_2.JPG
Königsbrunn

Wie Wasser zur Römerzeit zu den Menschen kam

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden