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Königsbrunn
08.05.2022

Gelungener Einstand für den neuen Dirigenten in Königsbrunn

360 Besucher erlebten ein abwechslungsreiches Konzert des Königsbrunner Blasorchesters.
Foto: Elmar Knöchel

Das Blasorchester Königsbrunn meldet sich beim Frühjahrskonzert fulminant aus der Corona-Pause zurück. Dirigent Wasyl Zakopets erweist sich als Glücksfall.

Viele müssen sich erst wieder an Konzertluft gewöhnen, meinte Walter Schuler, Vorsitzender des Königsbrunner Blasorchesters, bei der Begrüßung zum Frühjahrskonzert in der vollen Halle des Schulhauses an der Römerallee. Es sei eine schwierige Zeit gewesen. Für alle Orchester. Auch für die Königsbrunner. Umso glücklicher sei man jetzt, endlich wieder vor Publikum auftreten zu können. Vor allem auch deswegen, weil ja lange Zeit nicht einmal Proben möglich gewesen seien. Und endlich, so Schuler, könne man der Öffentlichkeit nun den neuen Dirigenten des Blasorchesters vorstellen: Wasyl Zakopets.

Der gebürtige Ukrainer sei ein Glücksfall für das Orchester. Nach Ausbildungen in Minsk und Lemberg absolvierte Zakopets Studiengänge in Mannheim und München. Zwar habe Wasyl Zakopets seine Tätigkeit in Königsbrunn schon im November vergangenen Jahres aufgenommen, doch die Corona-Maßnahmen ließen nur einen eingeschränkten Probebetrieb zu und das geplante Weihnachtskonzert musste abgesagt werden. Erst seit Anfang April seien wieder richtige Proben möglich. Doch bereits in dieser kurzen Zeit hätten die Mitglieder des Orchesters den neuen Dirigenten schätzen gelernt.

Blasorchester Königsbrunn Frühjahrskonzert 2022 Für den neuen Dirigenten, Wasyl Zakopets, war es der erste Auftritt mit seinem neuen Orchester.
Foto: Elmar Kn�chel

360 Zuhörer erleben in Königsbrunn ein abwechslungsreiches Programm

Die Proben seinen zwar "sehr fordernd" gewesen, sagt Walter Schuler, doch es habe allen Freude bereitet und sie hätten den Ukrainer als angenehmen und sehr humorvollen Menschen kennengelernt. Passend zur Herkunft des neuen Dirigenten hatte das Orchester beschlossen, den Reinerlös des Konzertes an die Ukrainehilfe, bei der sich Zakopets sehr engagiert, zu spenden. Die rund 360 Zuhörer erwartete dann ein abwechslungsreiches Programm, bei dem sowohl das Orchester als auch der Dirigent eindrucksvoll zeigen konnten, wo die musikalische Reise des Ensembles in Zukunft hingehen solle.

Zum Anfang gab es gleich einen Leckerbissen für Blasmusikfreunde. Das "Concerto d'Amore" von Jacob de Haan. Dieses anspruchsvolle Stück verlangt einem Orchester einiges ab. Denn es ist in drei Abschnitte aufgeteilt: Einer würdevollen Einleitung folgt ein rockig-poppiger Teil mit eindeutigen Swing-Klängen, bis das Concerto dann am Ende wieder langsam und getragen verhallt. Die Königsbrunner Musiker meisterten diesen schwierigen Anfang bravourös. Danach konnten sie sich sogar noch steigern. Bei "König David" von Georg Stich wähnte man sich nicht mehr in einer Schulturnhalle, sondern fühlte sich von den Posaunenklängen in eine andere Zeit versetzt und glaubte fast, ägyptische Streitwagen an sich vorüberziehen zu sehen.

Rock von Bon Jovi und eine Ballade für die Mutter

So abwechslungsreich ging es weiter. Egal, ob Polka, Marsch oder Rock von Bon Jovi. Das Königsbrunner Blasorchester spielte sich, meisterlich geführt von Dirigent Wasyl Zakopets, locker und beschwingt durch das Programm. Einen emotionalen Höhepunkt setzte dann Solist Werner Müller. Er spielte die Ballade "My Dream" bravourös auf seinem Flügelhorn. Als er dann am Ende das Mikrofon ergriff und seinen Vortrag seiner "lieben Mutter" zum Muttertag widmete, gab es kein Halten mehr und das Publikum applaudierte enthusiastisch. Mit weiteren rockigen Klängen und witzigen Einlagen gestalteten die Musiker einen wunderbaren Abend für ihr Publikum.

Werner Müller glänzte mit seinem Flügelhorn bei einem emotionalen Solo.
Foto: Elmar Knöchel

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