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Porträt

25.05.2019

Wie Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz im Profisport mitmischt

Dietrich Mateschitz investiert in verschiedene Sportarten - unter anderem in den Fußballclub RB Leipzig.
Bild: Jan Woitas, dpa (Archiv)

Dietrich Mateschitz ist ein Marketing-Genie. Nun steht mit den Fußballern von RB Leipzig eines seiner Projekte im DFB-Pokalfinale. Wer ist dieser Österreicher?

Thailand, 1982. Ein österreichischer Diplom-Kaufmann Ende 30 ist auf Geschäftsreise. Er wird aufmerksam auf einen Sirup, der anregende Wirkung verspricht. Der Saft trägt den Namen „Krating Daeng“ – auf Deutsch „Roter Stier“ – und ist vor allem bei Fernfahrern und Landarbeitern beliebt.

Zwei Jahre später erwirbt der Geschäftsreisende mit thailändischen Partnern die Lizenz für das Getränk und gründet im österreichischen Fuschl am See die Red Bull GmbH. Vor kurzem feierte Dietrich Mateschitz, mittlerweile mit seinem Unternehmen weltbekannt und einer der reichsten Menschen des Planeten – auf der Forbes-Liste belegt er Rang 37 – seinen 75. Geburtstag.

Dietrich Mateschitz gilt als medienscheu

1944 kommt er in der mütterlichen Heimat Sankt Marein im Mürztal (Steiermark) zur Welt. Sein Vater ist Lehrer und kommt aus dem slowenischen Maribor. Mateschitz absolviert die Hochschule für Welthandel in Wien, nach dem Studium ist er unter anderem als Marketing-Chef tätig. Dann fliegt er nach Thailand.

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Der Dosen-Magnat gilt als medienscheu. Im April 2017 sorgte er dann aber mit rechtspopulistischen Äußerungen in der österreichischen Kleinen Zeitung für Aufsehen, als er sich über das „unverzeihliche Ausmaß der politischen Fehleinschätzungen bei der Nichtbewältigung der Flüchtlingskrise“ echauffierte. Mit der Ausrichtung seiner Medienunternehmen, unter anderem Servus TV, unterstreicht er seine Sport- und Heimatverbundenheit. Das Kerngeschäft der Red Bull GmbH ist mittlerweile längst mehr als nur der Vertrieb der blau-silbernen Dosen.

Mateschitz investiert auch in den Motorsport und in Eishockey

Der Konzern organisiert in diversen Randsportarten Veranstaltungen, wie im Sportfliegen oder Ice Cross Downhill. Die allesamt mit ausgefallenen Namen bestückten Events gepaart mit Harakiri-Manövern finden steten Zulauf. Und auch wenn sein Unternehmen mit etlichen, teils tödlich verunglückten Sportlern regelmäßig in der Kritik steht, ist der Österreicher weiterhin gern gesehener Gast und Sponsor in Disziplinen, die es ohne ihn vielleicht nicht geben würde.

Mateschitz ist unverheiratet, er hat einen Sohn aus einer früheren Beziehung. Mit seiner heutigen, langjährigen Lebensgefährtin Marion Feichtner wohnt er in einer 900-Quadratmeter-Villa im Nonntal bei Salzburg. Auch im sozialen Bereich engagiert er sich, 2004 gründet er eine Stiftung, mit dem Ziel, Querschnittlähmung zu heilen. 2012 spendet er 70 Millionen Euro an eine Klinik. Das Marketing-Genie investiert aber auch in klassischen Massensportarten. Zwei Rennställe in der Formel 1, Eishockey- und Fußballvereine in Österreich und Deutschland, zusätzlich Rasenballsport-Mannschaften in den USA und Brasilien besitzt er. Mit dem sächsischen Fußball-Bundesligisten RB Leipzig steht nun auch erstmals das deutsche Projekt im Finale des DFB-Pokals.

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