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Allianz-Arena
22.08.2014

4000 leere Plätze - FC Bayern wartet auf Genehmigung der Stadt

In den letzten Wochen wurde die Kapazität der Allianz Arene auf 75.000 Plätze erweitert.
Foto: Peter Kneffel

Im Sommer wurde die Gesamtkapazität der Allianz Arena um 4.000 Plätze erweitert. Die bleiben aber vorerst ungenutzt.

Seit neun Jahren ist die Allianz Arena in München inzwischen in Betrieb. Daher nutzten die Verantwortlichen die Sommerpause, um das Stadion für das zehnte Betriebsjahr fit zu machen. Pünktlich zum Start sind alle Bauarbeiten abgeschlossen, allerdings muss die geplante Kapazitätserweiterung noch von der Stadt München abgesegnet werden.

Um 20.30 Uhr pfeift heute Schiedsrichter Felix Zwayer die 52. Bundesligasaison an. Der Spielball rollt dann auf frisch verlegten Hybridrasen in der Allianz-Arena. Die Mischung aus Kunst- und Naturrasen ist das Modernste, was es derzeit in Sachen Rasenflächen gibt. Das neue Grün ist maximal ebenerdig und "kommt dem technisch anspruchsvollen Spiel, wie es der FC Bayern praktiziert, entgegen", meint der Geschäftsführer der Allianz-Arena München Stadion GmbH, Jürgen Muth. Das neue Rasensystem ist weltweit anerkannt. Sowohl im legendären Wembley-Stadion, als auch in der WM-Arena in Sao Paulo wird bereits auf Hybridrasen gespielt.

Allianz-Arena fasst nun 75.000 Zuschauer

Aufgrund der hohen Nachfrage an Eintrittskarten erweiterte der FC Bayern bereits die ursprüngliche Kapazität der Arena bei Liga- und Pokalspielen auf 71 000 Plätze. In den vergangenen 12 Wochen wurde die Allianz-Arena nun auf eine Gesamtkapazität von 75 000 Plätzen erweitert. Hierfür wurden zum einen im Oberrang kaum genutzte Presseplätze abgebaut und neue Sitzreihen installiert. Somit wurde die letzte Möglichkeit ergriffen, neue Sitzplätze zu errichten.

Weitere 2 200 neue Plätze wurden in der Südkurve geschaffen. Hier erfüllten die Verantwortlichen den großen Wunsch der Fans, die Kurve in eine reine Stehplatztribüne umzubauen. Dafür installierten die Bauarbeiter ein Klappsystem aus Trittstufen.

Die Uefa-Regularien erfordern, dass die Südkurve bei internationalen Spielen zu einer Sitzplatztribüne umgebaut wird. Jürgen Muth: „Wenn man die Metalltrittstufe hochzieht, hat man eine entsprechende Sitzgelegenheit. Das war für uns ganz wichtig aus logistischen Gründen, weil wir sonst natürlich zwischen einem Champions-League- und einem Bundesliga-Spiel jedes Mal mehrere tausend Stühle hätten demontieren müssen. Nun ist dies innerhalb eines Tages möglich."

Genehmigung der Stadt fehlt noch

Die Erweiterung der Allianz-Arena wurde vollständig abgeschlossen. Von der Stadt fehlt allerdings noch die Genehmigung, sämtliche Plätze auch zu nutzen. Deshalb wurden für das Spiel heute Abend nur 71 000 Karten verkauft. Jürgen Muth zeigt sich indes optimistisch, dass die Verwaltung noch in der Hinrunde einer Erweiterung zustimmt: „Wir befinden uns in äußerst zielführenden Gesprächen mit der Stadt München und allen weiteren Behörden, die davon betroffen sind. Wir haben jedenfalls alle wesentlichen Probleme aus unserer Sicht gelöst."

Gegen eine Erweiterung sprechen sich die Münchner Verkehrsbetriebe (MVG) aus. Sie argumentieren damit, dass die U-Bahnlinie 6 nach Fröttmaning schon jetzt an Spieltagen überfüllt ist. Kämen noch einmal 4 000 Personen hinzu, wäre unter anderem die Sicherheit der Fans in einem Katastrophenfall gefährdet, meint die MVG.

Derzeit wird außerdem ein Abschnitt der U-Bahnlinie umgebaut, weshalb die Fußballfans in Ersatzbusse umsteigen müssen. Die Bauarbeiten sollen aber bereits Anfang September abgeschlossen sein.

Somit gibt es für die Anhänger heute Abend, neben dem Hybridrasen, ein weiteres Novum in der rotleuchtenden Arena: Leere Sitze. (matb)

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