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Grundschule

28.11.2019

Kunst mit Kinderaugen betrachtet

Barbara Mahler und Kinder der Kunstgrundschule Wertingen führten durch die Ausstellung von Hartmut Pfeuffer.
Bild: Ulrike Hauke

In der Städtischen Galerie führten Buben und Mädchen der Kunstgrundschule Wertingen durch die Ausstellung von Hartmut Pfeuffer. Wie die Erwachsenen staunten

An einem Sonntagnachmittag herrschte dichtes Gedränge in der Städtischen Galerie im zweiten Stock des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes. Nicht nur die hochkarätigen Bilder, Zeichnungen und Radierungen, Skizzen und Ölgemälde von Hartmut Pfeuffer lockten die Menschen in die Ausstellung im ehrwürdigen Haus neben dem Wertinger Schloss, sondern auch die dazu dargebotenen Erklärungen, Bemerkungen und Sichtweisen von neun Buben und Mädchen der Wertinger Grundschule.

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Unter der Leitung von Barbara Mahler erklärten und beschrieben die Kinder ihren mehr als 30 aufmerksamen Zuhörern und Besuchern der Galerie vier ausgesuchte Exponate des Künstlers Pfeuffer.

Mahler ist Mitbegründerin von KUK, der Kunstschule in der Wertinger Kanalstraße. Nach ihrem Studium der Malerei ist sie als freischaffende Künstlerin und Kunstpädagogin tätig sowie „Mentor Artist“ für das kanadische Bildungsprogramm „Lernen durch die Künste“. „Das heutige Projekt ist eine Kooperation unserer Kunstschule mit der Wertinger Grundschule“, erklärt Mahler im Vorfeld der Führung durch die Ausstellung Pfeuffers. „Kinder schauen genauer hin, außerdem können wir durch diese Form von Bildung Vorurteile und vorschnelle Meinungen in Bezug auf die Kunst abbauen und reduzieren“, sagt Mahler.

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Dies bestätigt Grundschulrektorin Christiane Grandé: „Es ist eine tolle Idee von Barbara Mahler, Kinder auf diese Art und Weise an Bilder und Kunst heranzuführen.“ Die Schüler und Schülerinnen nahmen sich schon im Vorfeld Zeit, um sich vier Bilder auszusuchen und diese genau zu studieren. Unter der Anleitung von Mahler waren sie somit in der Lage, ihren Eltern, Großeltern und Freunden ihre Eindrücke und Interpretationen über die Kunst der ausgestellten Malerei zu geben. So vernahmen die aufmerksamen Ausstellungsbesucher vieles über die ausgesuchten Bilder. Die Kinder konnten erklären, ob der Künstler mit Ölfarben auf eine Leinwand gemalt hat, welche Pinselstärken er verwendete, was ein sogenannter Farbauftrag ist und in wie vielen Schichten die Farben aufgetragen wurden. Außerdem waren sie in der Lage zu beschreiben, dass man ein Ölbild unter anderem auch daran erkennen kann, wenn es seitlich betrachtet eine leicht weich glänzende Oberschicht aufweist. Ihre Zuhörer, Besucher, Eltern, Großeltern und Freunde waren sichtlich stolz und beeindruckt von den Ausführungen der Ausstellungsleiter so ganz anderer Art.

Barbara Pfeuffer, Ehefrau des Künstlers, nahm als Gast an dieser Führung teil. Sie sagte: „Ich habe als Pädagogin selbst mit Kindern in Sachen Kunst gearbeitet und weiß daher, dass Kinder oft genauer hinschauen, als die Erwachsenen, sie haben ein ganz neues Sehen, was wir Erwachsenen oft verloren haben.“ Somit eröffnen sich für die Großen häufig ganz neue Sichtweisen durch die Augen der Kleinen. (Ulrike Hauke/Stadt Wertingen)

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