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27.02.2018

Chinese bei Zetsche

Was will Li Shufu?

Mit seinem Überraschungs-Einstieg als größter Aktionär beim Autobauer Daimler wirft Geely-Gründer Li Shufu weiter viele Fragen auf. Die Vertreter der Arbeitnehmerseite im Daimler-Aufsichtsrat kündigten am Montag an, das Engagement des chinesischen Auto-Konzerns genau unter die Lupe zu nehmen. Groß alarmiert zeigten sie sich jedoch nicht.

Börsenexperten warnten hingegen, dass Geely nun zu viel Einblick in Strategie und Technologie des Dax-Konzerns bekommen könnte. Daimler selbst schwieg dazu auch am Montag und verwies auf die Vertraulichkeit von Investorengesprächen. Medienberichten zufolge hat Li am Montag in Stuttgart Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche getroffen und kommt am heutigen Dienstag ins Kanzleramt in Berlin.

Der chinesische Milliardär war vergangene Woche mit knapp zehn Prozent der Anteile bei Daimler eingestiegen und auf einen Schlag größter Einzelaktionär des Autobauers geworden. Zwar war zuvor bekannt, dass die Geely-Gruppe Interesse an Daimler hat. Dass Li es schafft, aus dem Stand so groß einzusteigen, ohne dass es vorher bekannt wird, hatte aber doch überrascht. Daimler ist auch mit anderen Firmen in China vernetzt. Gemeinsam mit dem Partner BAIC will der Konzern die Produktionskapazitäten der Marke Mercedes-Benz ausbauen. Die Unternehmen investieren dazu 1,5 Milliarden Euro in ein weiteres Werk. Die übrigen Daimler-Aktionäre zeigten sich vom Geely-Einstieg nicht begeistert. Obwohl auf große Anteilskäufe oft Kursgewinne folgen, gaben die Aktien des Autobauers am Montag zeitweise spürbar nach. (dpa)

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