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Aldi Süd: Gekränkte Kunden bei Aldi: Die Aufregung um die "Moschee"-Seife

Aldi Süd

Gekränkte Kunden bei Aldi: Die Aufregung um die "Moschee"-Seife

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    Aldi hat sich entschuldigt und die umstrittene Seife aus dem Sortiment gestrichen.
    Aldi hat sich entschuldigt und die umstrittene Seife aus dem Sortiment gestrichen. Foto: Federico Gambarini (dpa)

    Eigentlich sollte „Ombia – 1001 Nacht“, eine neue Flüssigseife aus dem Sortiment von Aldi Süd, „orientalischen Duft“ verströmen. Stattdessen sorgt das Produkt vor allem für eines: Diskussionen. Der Grund ist die Verpackung, die aus Sicht einiger Kunden einen schweren Makel hat. Denn auf dem Etikett ist eine Moschee abgebildet.

    Aldi Süd entschuldigt sich auf Facebook

    Muslimische Kunden zeigten sich empört, schnell kam es im Internet zu hitzigen Diskussionen, vor allem auf der Facebook-Seite von Aldi Süd. Eine Moschee sei ein religiöses Symbol, das nichts auf der Verpackung eines Hygieneartikels – und schon gar nichts in der Nähe einer Toilette – zu suchen habe, hieß es da. Von „maßloser Respektlosigkeit“ war die Rede. Und von „Verunglimpfung der Religion“. Aldi Süd reagierte prompt mit einer Entschuldigung und kündigte an, die Flüssigseife werde "in Kürze nicht mehr in unseren Filialen erhältlich sein".

    Diese Entscheidung aber brachte dem Discounter erneut Kritik sowie einige islamfeindliche Kommentare ein, die mittlerweile aus dem sozialen Netzwerk entfernt worden sind. Daneben wird von vermeintlichen Aldi-Kunden sogar zum Boykott aufgerufen. "Aldi SÜD Boykott bis die Seife zurück im Sortiment ist“ oder „Wir wollen die Aldi-Seife „Ombia – 1001 Nacht zurück“, nennen sich Seiten auf Facebook, die bereits mehrere hundert Menschen mit „Gefällt mir“ markiert haben.

    Die Seife sei nur ein "Saisonartikel" gewesen, so Aldi

    Eine Unternehmenssprecherin betonte indes auf Nachfrage: "Die Duftrichtung „1001 Nacht“ ist eine sogenannte Wechselsorte unserer Flüssigseife, die nur im Winter von Mitte Dezember bis Mitte Januar angeboten werden sollte. Wir haben sie nach vielfachen Beschwerden einige Tage früher als geplant aus dem Verkauf genommen."

    Deutschlands erster Discounter: Das ist Aldi

    Seinen Ursprung hat Aldi im elterlichen Feinkostgeschäft in Essen. Gemeinsam mit seinem Bruder Karl übernahm Theo Albrecht 1946 den Laden.

    Sie setzten von Anfang an auf Qualität und kleine Preise: Deutschlands erster Discounter war geboren. So steht der Firmenname Aldi für Albrecht-Diskont.

    Die beiden Albrecht-Brüder teilten sich Deutschland in den 60er Jahren auf: Karl war für Aldi Süd in Süddeutschland und Theo Albrecht für Aldi Nord in Norddeutschland zuständig.

    Aldi Süd ist in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie dem südlichen Nordrhein-Westfalen und dem südlichen Hessen zu finden.

    Aldi Süd besteht nach eigenen Angaben aus 31 Regionalgesellschaften mit über 1830 Filialen. Aldi ist auch im Ausland zu finden, etwa in Österreich, wo die Geschäfte unter dem Namen Hofer firmieren.

    Über die beiden Brüder drang nie viel an die Öffentlichkeit. Nach Recherchen des Forbes- und des Manager Magazins war Theo Albrecht aber der zweitreichste Deutsche und hatte ein Vermögen von rund 17 Milliarden Euro. Auf Platz eins: sein Bruder.

    Theo Albrecht wurde 1971 entführt und blieb 17 Tage lang gefangen. Nachdem die Entführer sieben Millionen Mark erhalten hatten, kam Albrecht frei. Er starb 2010 an den Folgen eines schweren Sturzes. Seine Kinder arbeiten auch bei Aldi Nord.

    Das Geld, das Aldi zur Verfügung steht, ist in Stiftungen gebunden. So soll die Firma auch nach dem Tod der Gründer fortgeführt werden können.

    Karl Albrecht stirbt am 21. Juli 2014 im Alter von 94 Jahren.

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