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Mieten

16.08.2019

Steigende Mieten verdrängen Händler und Handwerker aus Städten

Nicht alle Händler können sich die steigenden Mieten in Städten noch leisten.
Bild: Martin Schutt, dpa (Symbolbild)

Durch steigende Mieten wird nicht nur das Wohnen immer teurer. Auch Händler und Handwerker leiden unter der Entwicklung.

Der Immobilienboom in Deutschland setzt auch Händler und Handwerker unter Druck. "Gerade in Großstädten sehen wir seit Jahren steigende Mieten. Für kleine Geschäfte sind sie kaum noch erträglich", sagte Kai Falk, Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. 

Einige Händler könnten sich nicht mehr halten und müssten raus aus den Fußgängerzonen. "Das geht quer durch die Bank aller Branchen", sagte Falk. Doch wer die Innenstädte verlasse, stehe schnell vor dem nächsten Problem - dann fehle Laufkundschaft. Zusätzlicher Druck komme durch den Online-Handel, der stationären Händlern Umsatz koste. Immerhin habe die gute Konjunktur in den vergangenen Jahren das Problem höherer Mieten abgefedert.

Auch Handwerker klagen über steigende Mieten

Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte steigende Mieten und Immobilienpreise beklagt. "In gentrifizierten Quartieren verschwinden Bäcker, Fleischer, Schuster oder Änderungsschneider aus den Straßen, weil sie sich die Miete der Geschäftsräume nicht mehr leisten können", sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". 

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"Vielerorts erleben wir einen Rückzug von Handwerkern aus den Innenstädten und Wohnvierteln an die Ränder der Stadt, da spielt sich ein echter Verdrängungswettbewerb ab", sagte Schwannecke. Er nannte Kfz-Betriebe oder Tischlerwerkstätten, die dem Wohnungsbau weichen müssten. Außerdem nähmen Konflikte mit Nachbarn zu, etwa wegen Lärms. Expansionsmöglichkeiten gebe es vielerorts nur noch am Stadtrand.

Der ZDH stützt sich auf eine Umfrage unter 5000 Betrieben. Demnach will zehnte in den kommenden beiden Jahren den Standort wechseln. In Innenstädten seien es fast jeder fünfte Betrieb (17 Prozent). (dpa)

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