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Finanzen

19.02.2018

Volksbanken im Zinstief: Steigende Gebühren für Kunden

Online-Banking sorgt dafür, dass immer mehr Filialen schließen.
Bild: Martin Schutt, dpa (Symbolbild)

Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken müssen mit steigenden Gebühren rechnen. Dies liegt unter anderem an den niedrigen Zinsen und den höheren Regulierungskosten.

Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland müssen sich auf steigende Gebühren einstellen. Auf   niedrige Zinsen und hohe Regulierungskosten müssten die Institute auch mit einer Anpassung der Gebührenpolitik reagieren, bekräftigte der seit Januar amtierende Vorstandsvorsitzende des Genossenschaftsverbandes, Ralf W. Barkey, am Montag in Frankfurt: "Wir brauchen mehr individuelle Preismodelle je nach tatsächlichem Leistungsbedarf."

Das Filialnetz wird unterdessen weiter ausgedünnt: Binnen Jahresfrist schrumpfte die Zahl der Zweigstellen im Verbandsgebiet - inklusive Selbstbedienungsstellen - von 6633 auf 6378. Das sei "eine Reaktion auf das veränderte Kundenverhalten", sagte Barkey. "Dieser Prozess ist ganz deutlich kein Signal, dass wir uns aus der Fläche zurückziehen. Wir werden weiterhin ein breites Angebot mit dichten regionalen Zweigstellennetzen bereithalten."

Kundengeschäft bleibt auf Wachstumskurs

Allerdings sehen sich die oft kleinen Institute nach Angaben des Verbandes angesichts steigender regulatorischer Anforderungen zunehmend gezwungen, größere Einheiten zu bilden. Die Zahl der Kreditgenossenschaften im Verbandsgebiet sank von 430 auf 402.

Im Kundengeschäft blieben die Volks- und Raiffeisenbanken auf Wachstumskurs: Die Einlagen erhöhten sich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf rund 319,1 Milliarden Euro, das Kreditvolumen stieg um 6,7 Prozent auf gut 277,5 Milliarden Euro.

Der Genossenschaftsverband mit Sitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt vertritt nach der Fusion mit dem Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband (RWGV/Münster) rückwirkend zum 1. Januar 2017 nun die Interessen von insgesamt etwa 2900 Genossenschaften in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg. (dpa)

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