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Weihnachten
07.12.2016

So hält sich der Christbaum besonders lang

Wenn die Nadeln noch glänzen, gilt der Baum als frisch.
Foto: dpa

Die Jagd nach dem schönsten Christbaum hat begonnen. Wer jetzt schon zuschlägt, muss ihn allerdings pflegen, damit er bis zu den Feiertagen nicht schon alle Nadeln verliert.

Um den Nikolaustag herum geht es los: die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum. Wuchs, Farbe und Duft entscheiden dabei aber nicht allein. Denn ein schöner Anblick ist die Dekoration nur, wenn sie bis zum Fest und ein paar Tage darüber hinaus durchhält. Ein paar Tipps, wie der Baum lange frisch bleibt:

Wie erkenne ich einen frischen Baum?

Wenn die Nadeln noch glänzen, gilt der Baum als frisch. Außerdem ist die Schnittstelle weiß und nicht trocken, erklärt der Verbraucherinformationsdienst aid. Schüttelt man den Baum leicht, fallen keine Nadeln ab. Die Zweige sollten auch keine Verletzungen und Schleifspuren haben. Als weitere Qualitätshinweise gelten beim Christbaum ein gleichmäßiger Wuchs und ein gerader Stamm.

Wie lagere ich ihn bis zum Fest?

Der Baum kommt nach dem Kauf an eine schattige Stelle im Freien ohne Zugluft, am besten steht er dort im Wasser in einem Eimer. Eine Abdeckung hilft gegen das Austrocknen des Baums durch Sonne und Wind, erklärt Eva Morgenstern, Beraterin bei der Gartenakademie Rheinland-Pfalz. So verliert der Baum nicht schon vor Heiligabend seine Nadeln.

Sollte das Netz noch dranbleiben?

Der Christbaumverband Baden-Württemberg rät, das Netz noch über dem Baum zu belassen. So verdunste er weniger Wasser. Wobei es aber gut ist, die Transportverpackung schon einen Tag vor dem Schmücken zu entfernen, erläutert der Rat des Bundesverbands der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland, kurz BWS. So können sich die Äste rechtzeitig zurück in ihre natürliche Position bringen.

Wie hält sich der Baum möglichst lange im warmen Haus?

Bevor der Baum ins Haus kommt, wird er am besten etwas angesägt. Der BWS rät zu zwei bis drei Zentimetern. So kann der Stamm besser Wasser aus dem Ständer aufnehmen. Und der Baum sollte sich erst mal an die Wärme gewöhnen können. Daher empfiehlt Pflanzenberaterin Morgenstern, den Baum zunächst vom Freien in eine Garage oder den Keller und danach ins Wohnzimmer zu bringen. Dort steht der Baum am besten nicht direkt neben einer Heizung und einem Ofen, rät der Verein Bayerischer Christbaumanbauer.

Wie versorge ich den Baum mit Wasser?

Ein zimmerhoher Baum braucht täglich bis zu zwei Liter frisches Wasser im Ständer. Morgenstern hat einen zusätzlichen Frische-Trick: „Man kann auch die Nadeln mit Wasser besprühen. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit und verhindert so die Verdunstung und damit das Austrocknen der Nadeln.“ Und weil auch die Heizung die Luft trocknet und damit dem Baum schadet, empfiehlt die Expertin, nachts die Heiztemperatur runterzudrehen.

Hilft das Hausmittel Zucker im Wasser?

Hier gehen die Meinungen auseinander: Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald rät zu einem Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ist der Meinung, normales Leitungswasser reiche. Zucker als Zusatz schade zwar nicht, halte den Baum aber auch nicht länger frisch. (dpa)

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