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Der Mindestlohn reicht in Großstädten nicht zum Überleben

Kommentar Von Martin Ferber
27.06.2018

Der Mindestlohn hat sich gut etabliert und der Wirtschaft keinen Schaden zugefügt. In vielen Großstädten reicht er aber nicht zum Überleben.

Nichts ist passiert. Weder sind die Arbeitslosenzahlen in die Höhe geschossen noch ist eine Pleitewelle übers Land gerollt. Dabei herrschte an düsteren Prophezeiungen ursprünglich kein Mangel. Bis zuletzt hatte sich die Wirtschaft gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes gewehrt.

Zwar versuchten nicht wenige Arbeitgeber in der Anfangszeit, mit allerlei Tricks die gesetzliche Regelung zu umgehen, zwar gibt es noch immer Versuche, die Vorgaben zu unterlaufen und Beschäftigte weiter mit sittenwidrigen Dumpinglöhnen abzuspeisen, doch grundsätzlich infrage gestellt wird der Mindestlohn nicht mehr, von dem vor allem Arbeitnehmer in Ostdeutschland, geringfügig Beschäftigte, Personen ohne Berufsausbildung sowie Frauen profitieren. Nun wird der Mindestlohn erneut erhöht. Die unabhängige Kommission, in der Arbeitgeber, Gewerkschaften und unabhängige Wissenschaftler vertreten sind, hat eine Anhebung in zwei Stufen beschlossen - einstimmig. Und die Prognose sei gewagt: Es wird die Wirtschaft nicht umwerfen.

Der Mindestlohn wirkt - wenn auch mit Einschränkungen. In vielen Großstädten, wo die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, reicht er kaum aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

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