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Aichach-Friedberg
03.09.2021

Es gibt sie noch: Glasfenster aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg

Die Steinigung des heiligen Stephanus ist in einem Glasfester in der Kirche von Metzenried bei Schiltberg zu sehen.
Foto: Hubert Raab

Das Buch "Altbayern in Schwaben" widmet sich der Heimatgeschichte im Wittelsbacher Land. Ein Beitrag dreht sich um uralte und seltene Glasfenster.

Heimatgeschichte aus dem Wittelsbacher Land steht bei der Buchreihe „Altbayern in Schwaben“ im Mittelpunkt. Sieben Autoren haben neun Beiträge für den reich bebilderten 19. Band verfasst. Wir stellen sie in einer Serie vor. Der Leiter des Redaktionsteams, Wolfgang Brandner, hat sie zusammengefasst. Von Gabriele Raab stammt der Aufsatz "Farbige Glasfenster im Landkreis Aichach-Friedberg – Glasmalerei des späten Mittelalters":

Staunen kann man darüber, dass es in manchen Kirchen des Landkreises über 500 Jahre alte farbige Glasfenster gibt – zerbrechliche und trotzdem noch vereinzelt auffindbare Kunstwerke des späten Mittelalters. Der Dreißigjährige Krieg hat in unserer Gegend gerade in den Jahren von 1632 bis 1634 aufs Schlimmste gewütet. Dabei wurde nicht nur die Bevölkerung durch schreckliche Kämpfe wie auch durch Seuchen dezimiert, sondern es wurden auch die Häuser und Kirchen geplündert, ruiniert und abgebrannt. Es lässt sich kaum ein Dorf finden, in dessen Kirche noch eine Ausstattung erhalten geblieben ist, die in die Zeit vor diesem Krieg datiert werden kann. Gerade das zerbrechliche Glas blieb nur in den seltensten Fällen unbeschädigt erhalten.

In Metzenried sind drei kleine Glasgemälde aus dem frühen 16. Jahrhundert zu finden

Zu den Ausnahmen zählt Metzenried (heute Gemeinde Schiltberg). Dort sind in der Kirche St. Stephan sogar drei kleine Glasgemälde aus dem frühen 16. Jahrhundert zu finden. Sie sind in der sogenannten Grisailletechnik ausgeführt und mit Schwarzlot- oder Silbergelbmalerei versehen. Das farblose Glas erscheint weiß-milchig, da im Mittelalter kein ungetrübtes Glas hergestellt werden konnte.

Auch in der Aichacher Stadtpfarrkirche haben sich zwei über 500 Jahre alte Glasfenster erhalten. Gabriele Raab stellt in ihrem Beitrag auch ein Glasgemälde mit einem Wappenschild in der Kirche St. Martin in Sielenbach und zwei Glasfenster mit Wappen aus der Burgkirche in Oberwittelsbach als kunstgeschichtliche Kostbarkeiten des Wittelsbacher Landes vor. (AZ)

Bezug: Der vollständige Beitrag ist erschienen im Band "Altbayern in Schwaben 2020". Dieser ist im örtlichen Buchhandel für 15,90 Euro erhältlich (ISBN 978-3-9813801-8-7) oder beim Landratsamt: www.lra-aic-fdb.de/hier-leben/kultur/altbayern-in-schwaben

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