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Finissage

26.08.2014

Das Ursprüngliche bekommt eine neue Bedeutung

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2 Bilder
Hangover Constructivism II: Der Künstler Sebastian Kuhn hat diese Installation eigens für seine Ausstellung im Aichacher San-Depot angefertigt.

Zum Abschluss lockt die Ausstellung „Afterglow“ des in Nürnberg ansässigen Künstlers Sebastian Kuhn nochmals viele Interessierte ins San-Depot. Der Kunstverein Aichach ist hochzufrieden mit der Besucherzahl

Jakob Steinberger ist überaus zufrieden: exakt 365 Besucher ließen sich seit der Ausstellungseröffnung im Juli von Sebastian Kuhns Kunstwerken im Aichacher San-Depot in andere Vorstellungswelten entführen. Für den seit zwei Jahren amtierenden Vorsitzenden des Aichacher Kunstvereins in mehrfacher Hinsicht ein schöner Erfolg. Und eine erneute Bestätigung, dass sich das San-Depot als Ausstellungsraum bewährt hat und vom Publikum angenommen wird.

Am Finissage-Tag, am Sonntagnachmittag, waren noch einmal eine ganze Reihe Besucher gekommen. Steinberger führt das rege Interesse auch darauf zurück, dass es mit Abendöffnungszeiten sowie Führungsangeboten am Vormittag Sondertermine gegeben hatte, die gut angekommen seien. Ausschlaggebend dürfte auch die Wahl des in Nürnberg ansässigen Künstlers Sebastian Kuhn gewesen sein. Vorstandsmitglied Emmeran Achter hatte seinen einstigen Studienkollegen der Nürnberger Kunstakademie ins Gespräch gebracht. Steinberger sagte: „Mit einem Glühen hat die Ausstellung begonnen und dieses Glühen ist immer noch da.“ Damit spielte er auf den Ausstellungstitel „Afterglow“ in der Bedeutung von „Nachglühen“ an. Der Kunstvereinsvorsitzende führte auch am Sonntagnachmittag durch die Ausstellung. Sie zeigte zwölf Werke des 37-jährigen, mehrfach ausgezeichneten jungen Künstlers.

Sebastian Kuhns künstlerisches Augenmerk liegt im und auf alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Krawattenhalter, Teppichreste, Resopaltablett, Fahrradlenker, eine golden schimmernde Rettungsfolie haben zwar ihre ursprüngliche Funktionalität eingebüßt, sie bleiben jedoch wichtige Bestandteile im künstlerischen Prozess. Mehrfach ver- und entfremdet und oft im Plexiglas verspiegelt, werden sie in das eigenständige Kunstwerk integriert.

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Seltsame Konturen und wechselnde Farbschattierungen als visuelle Herausforderung für den Betrachter, der zugleich nicht umhinkann, genauer hinter die Dinge zu schauen.

Genau hier setzten die Gespräche mit den Besuchern ein, betonte Jakob Steinberger. Ein spannungsvoller Dialog mit den Skulpturen, die – je nach Blickwinkel – unterschiedliche Emotionen und Reaktionen auslösten. Ein produktiver Prozess also auch für den Betrachter, der sich mit Kuhns Arbeitsweise auseinandersetzen muss, um dessen Botschaft zu erahnen.

Der Künstler selbst bezeichnete den Ausstellungsraum im San-Depot als „Raum mit einer guten Atematmosphäre“. Ein Raum, der seinen Installationen und Skulpturen den nötigen Raum verschaffte, um emotional zu verführen und wirkungsvoll zu „glühen“.

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