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Vernissage

21.01.2018

Der Reiz der Farblosigkeit

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2 Bilder
Schwarz-Weiß-Fotos sind derzeit bei einer Ausstellung des Fotoclubs Aichach im Aichacher Rathaus zu sehen. Hier eine Aufnahme von Joachim Feldmeier.
Bild: Erich Echter

Neun Mitglieder des Fotoclubs Aichach zeigen Schwarz-Weiß-Fotografien im Aichacher Rathaus. Zu sehen sind Landschaften, Porträts und Experimentelles.

Schwarz-Weiß-Fotografien haben einen besonderen Reiz. Sie gehören zum Ursprung der Fotografie und zeigen Landschaften und Porträts auf farblich reduzierte, aber gerade dadurch ausdrucksstarke Weise. Im Aichacher Rathaus präsentiert der Aichacher Fotoclub derzeit eine besondere Ausstellung unter dem Motto „Es muss nicht immer farbig sein“. Neun Fotografen präsentieren Schwarz-Weiß-Fotos aus ihren Archiven, darunter auch Bilder von der Eiskappe des Nordpols. Gut zu sehen ist dabei, dass jeder von ihnen seine eigenen Stärken und Vorlieben zum Ausdruck bringt.

Bürgermeister Klaus Habermann sagte bei der Vernissage, die Ausstellung passe gut ins historische Rathaus. Die Fotografen hätten es geschafft, mit ihren Momentaufnahmen Gefühle von Ausgeglichenheit, intensiver, anstrengender Stille oder künstlerischer Stimmung ins Rathaus zu zaubern. Die Fotos zeigen künstlerische Ansichten von verschieden Projekten, Bauwerken und Ensembles.

Bruno Röske, Sprecher der neun Aussteller, freute sich, dass der Verein im Rathaus seine Bilder präsentieren kann. Beim zurückliegenden Mal habe der Verein die Kirchen des Wittelsbacher Landes in Farbe präsentiert. Röske sagte: „Dieses Mal haben wir etwas Besonderes [...] zu bieten. Der Welt die Farben zu entziehen, sehen immer mehr Fotografen als Herausforderung.“ Allerdings sei nicht jedes Motiv für Schwarz-Weiß-Fotografien geeignet, erklärte Röske. Er erläuterte die Werke der Aussteller.

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Franz Achter ist der einzige beteiligte Fotograf, der noch analog mit einer M Leica fotografiert und Abzüge selbst anfertigt. Seine Bilder zeigen Eindrücke aus der Schweiz. Wer die Fotos Joachim Feldmeiers betrachtet, dessen Blick schweift in die Weiten der unterschiedlichsten Landschaften. Die Bilder strahlen zum Teil Ruhe oder auch eine bedrohliche Stimmung aus.

Wer die Werke von Erich Hoffmann, bekannt als Husch, unter die Lupe nimmt, erkennt Pflanzen und Tierwelt in experimenteller Form. Herbert Hanika hat seine Fotos meist aus einer ungewöhnlichen Perspektive aufgenommen. Die Motive wurden in Aichach, Südtirol und Mailand fotografiert.

Die Fotografin Claudia Neumüller verließ bereits bei der Rahmung ihrer Bilder die Norm. Sie wagte einen Blick in die Natur, die sie in verschiedenen Ausschnitten zeigt. Besonderes Licht am Morgen und die entsprechende Stimmung nutzte Erika Probst für ihre Aufnahmen.

Der Schwerpunkt von Bruno Röske sind Menschen, Porträtfotografien und markante Gesichter. Markante Fotos präsentiert Christoph Schmidt. Er zeigt Motive von den norwegischen Lofoten-Inseln und Aufnahmen aus der Vogelperspektive von der Eisdecke des Nordpols. Edles ist von Wolfgang Sellmeier zu sehen: Verschiedene Ansichten wurden im Edeldruckverfahren angefertigt. Dabei handelt es sich um kein Druckverfahren im eigentlichen Sinn, sondern ein photographisches Positivkopierverfahren. Es wurde 1902 von Welborne Piper erfunden und ab 1907 allgemein verwendet.

Ausstellung Sie ist bis zum Sonntag, 4. März, im Aichacher Rathaus zu sehen. Die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 Uhr, Montag und Dienstag von 13.30 bis 16 Uhr und am Donnerstag von 13.30 bis 18 Uhr.

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