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Konzert

09.03.2018

Ein Schlagerstar fasziniert in Grimolzhausen

Das Publikum war wieder begeistert vom Auftritt des Zillertaler Schlagerstars Marc Pircher, begleitet von Gitarrist Manfred Wagner.
Bild: Johann Tyroller

Marc Pircher stellt sein 22. Album vor. Warum ihm der persönliche Kontakt zum Publikum so wichtig ist

Wie schafft ein kleiner Ort wie Grimolzhausen, einen Saal mit 200 Besuchern zu füllen und diese in beste Stimmung zu versetzen? Ganz einfach: Man macht es wie der Marc Pircher-Fanklub „Hey Dirnd’l Power“, der sich sein Idol, den österreichischen Schlager- und Volksmusikstar auf die Bühne holt. Er gibt seit 14 Jahren Konzerte im Schützenheim. Immer ausverkauft. Diesmal erstmals mit knapp 200 Gästen nicht restlos.

Die Besucher klatschen, singen und schunkeln vom ersten Lied an begeistert mit. Fanklub-Vorsitzende Maria Braun kennt Pircher von vielen Urlaubsauftritten im Zillertal und ist mit ihm befreundet. Auch weitere Mitglieder kennen den Star aus dem Zillertal von vielen Open Airs in Mayrhofen wie Schatzmeisterin Petra Schleger.

Pünktlich stürmt Marc Pircher mit seiner Ziehharmonika auf die Bühne. Mit dabei Gitarrist Manfred Wagner. „So a fetzige Musik“ aus Pirchers neuer CD, heißt der erste Song. Auf seine Frage „Seid ihr alle da, in der „Stadthalle in Grimolzhausen?“, erschallt ein breites Ja.

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Die Musiker erscheinen diesmal besonders gut und fetzig aufgelegt. Der knapp 40-jährige Pircher schätzt die familiäre Atmosphäre in Grimolzhausen. „Bei solchen Veranstaltungen weiß ich, dass sich alle freuen. Das ist immer ein ganz besonderer Reiz“, sagt er. Vor allem, weil sofort der Funke auf das Publikum überspringe. 90 Prozent der Zuhörer sind bei jedem Konzert in Grimolzhausen dabei, weiß Marc Pircher aus Erfahrung. „Da kenne ich schon viele Leute.“ Die Atmosphäre ist ein bisschen so wie auf einem Familienfest. Zwischendurch findet man den Sänger mitten unter den Zuschauern sitzen, er unterhält sich entspannt. Zwischen den live gesungenen Liedern lockern die beiden Musiker die Atmosphäre mit kleinen Parodien auf. Pircher stellt sein 22. Album „Leider zu gefährlich“ vor. „Es ist das Titellied und soll keinen Rückschluss auf das ganze Album geben“, anwortet Marc Pircher auf die Frage, weshalb im Titel ein „leider“ steckt.

25 Jahre sind seit seinem ersten TV-Auftritt vergangen. Was Pirchers Karriere immer schon auszeichnet, ist sein Draht zum Publikum. Nach 22 Alben, kehrt da nicht langsam Routine ein? „Das Gegenteil ist der Fall“, sagt Pircher und ergänzt: „Es ist mir sehr wichtig, dass das Publikum meine musikalische Entwicklung auch mitbekommt, spürt und hört, dass sich was tut. Kein Album klingt gleich.“ Heute höre er sich ganz anders an als 2002.

Die Lieder der neuen CD sind thematisch so, wie sie der Pircher-Fan liebt. Einerseits erzählen sie kleine, aus dem Leben gegriffene Geschichten, andererseits kommt die Stimmung nicht zu kurz. Auch ein Instrumental-Hammer fehlt nicht: Die „Mapis Vollgas-Polka“ macht ihrem Namen alle Ehre.

„Ein kleines Kompliment“ ist ein kleines, aber feines Lied, in dem enormes Hitpotenzial schlummert. Zwei-, dreimal gehört, kriegt man das „Kompliment“ nicht mehr aus dem Ohr. In „Des schaffst nur du“ wechseln sich top klingende Gitarren mit Tiefgründigem ab. „Engel weinen nachts“ ist ein tiefgründiger Song. Marc erzählt die Geschichte einer Familie, die am Alkohol zerbricht. „Solche Themen sind mir wichtig. Nicht nur inhaltlich, sondern weil ich auch als Musiker wahrgenommen werden möchte, der nicht nur auf Stimmung baut“, erklärt der Sänger, der seinen Textern die Themen der Lieder meistens vorgibt. „Ich sage, worüber ich gerne einen Text hätte, was ich gerne meinen Zuhörern näherbringen möchte, und so entwickeln wir die Geschichten und die Aussagen meiner Lieder“, erklärt er. Dieser Unterschied zu anderen Schlagersängern ist unüberhörbar.

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