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 Insolvenzverfahren

14.12.2016

Fensterbauer GKM ist in wirtschaftlicher Schieflage

Den Aichacher Fenster- und Türenbauer GKM plagen wirtschaftliche Sorgen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Der Insolvenzverwalter sieht gute Chancen, dass der Aichacher Betrieb mit rund 30 Mitarbeitern weitergeführt werden kann.

Der Aichacher Fenster- und Türenbauer GKM steckt in Schwierigkeiten. Für die Gesellschaft ist vor Kurzem ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht Augsburg gestellt worden. Das Gericht hat den Augsburger Rechtsanwalt Robert Hänel zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der sieht gute Chanen, dass der Bauzulieferbetrieb mit rund 30 Mitarbeitern aus dem Aichacher Industriegebiet weitergeführt werden kann. Das Unternehmen sei überlebens- und zukunftsfähig, so Hänel auf Anfrage unserer Zeitung. Der Antrag auf einen Vorschuss auf das Insolvenzgeld bei der Arbeitsagentur sei gestellt. Das würde die Gesellschaft finanziell entlasten und sichert den Mitarbeitern für drei Monate vor der eigentlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Löhne.

Die Gesellschaft für Kunststoff- und Metallbau plant, baut und montiert Fenster und Türen außerhalb der Normmaße aus Kunststoff und Metall. Das Unternehmen ist überregional tätig und hat auch viele öffentliche Auftraggeber, zum Beispiel für Brandschutztüren in Schulen und Hallen. Laut Rechtsanwalt Hänel ist die Gesellschaft unter anderem durch eine rechtliche Auseinandersetzung über eine Baumangelbehebung in die wirtschaftliche Schieflage geraten. Zum anderen gebe es arbeitrechtliche Streitigkeiten mit ehemaligen Mitarbeitern aus der zweiten Führungsebene.

Als positiv wertet der vorläufige Insolvenzverwalter, dass die Gesellschafter und Geschäftsführer der GKM rechtzeitig „die Reißleine gezogen“ hätten. Jetzt sei eine Rettung noch möglich. Er strebe eine schnelle Lösung an. Das Unternehmen, seit rund vier Jahrzehnten am Markt, habe Aufträge und die Baukonjunktur sei ja derzeit sehr gut. In anderen Fällen würden Eigentümer so lange wie nur irgend möglich mit dem Insolvenzantrag warten. Dann stecke der Betrieb oft so tief in der Sackgasse, dass nur noch die Geschäftsauflösung möglich sei. (cli)

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