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Kino

05.05.2018

Film pur – in aller Kürze

Den Publikumspreis überreichte (von links) Andy Vogl (Referent für Jugend, Stadtrat Schrobenhausen) an Rüdiger Schnorr aus Neu-Isenburg, Hessen), hier mit Organisator Marcus Siebler (Festivalleiter aus Gerolsbach), der den Preis weitergereicht hat.
Bild: Katharina Huber

Beim Bundesfilmfestival „Fiction“ in Schrobenhausen laufen 61 Wettbewerbsfilme. Drei Goldmedaillen für Bayern

Bereits zum sechsten Mal hat in Schrobenhausen das Bundesfilmfestival Fiction – ein Kurzfilmfestival für nichtkommerzielle Filmemacher – in Schrobenhausen stattgefunden. Bei der Veranstaltung des Bundesverbands Deutscher Film-Autoren e.V. (BDFA) liefen insgesamt 61 Wettbewerbskurzfilme.

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Nach einer kurzen Eröffnung liefen neben 61 Wettbewerbskurzfilmen einige interessante Filme im „Offenen Fenster“. Diese waren zwar nicht in der Wettbewerbswertung, hätten aber den Publikumspreis gewinnen können. Am Ende räumte diesen aber doch einer der für den Wettbewerb qualifizierten Filme ab: „Wildschaden (One Shot)“. Es ist der neue Film von Organisator Marcus Siebler über die Schauspielerin Stephanie Zella-Mehlis, deren Leben sich verändert, während sie nach einem Wildunfall auf den Jäger wartet. Weil den Preis jemand bekommen sollte, „der den Schrobenhausener Spargel nicht kennt“, so Siebler, reichte er den Preis, zu dem auch ein Spargel-Präsentkorb gehört, weiter an Rüdiger Schnorr aus Neu-Isenburg (Hessen). Er setzt sich in seinem Animationsfilm „Alles ganz natürlich?“ auf spielerische Weise mit dem Thema künstliche Intelligenz auseinander und erhielt von der Jury außerdem eine Goldmedaille sowie den Wanderpreis „Trick“ für den besten Animationsfilm.

Nicht nur eine Silbermedaille, sondern auch den Preis für einen besonderen Jugendfilm erhielt „MAI“, das Erstlingswerk der 15 Jahre jungen Sophia Rode aus Neunkirchen-Seelscheid (Nordrhein-Westfalen), welches in nur vier Minuten in ausdrucksstarken Bildern die Reifekrise eines heranwachsenden Mädchens thematisiert.

Film pur – in aller Kürze

Der zweite Wanderpreis „Fantex“ für den besten Fantasy-/Experimentalfilm ging nach Baden-Württemberg, an Jürgen Bergmann aus Berghaupten. Mit stimmungsvollen Videomontagen untermalt sein Streifen „Walking On Air“ in fünf Minuten den gleichnamigen Song eines mit Bergmann befreundeten Sängers.

Am Ende eines abwechslungsreichen, unterhaltsamen und nicht selten auch zum Nachdenken anregenden Wochenendes im voll besetzten Kinosaal des Herzog-Filmtheaters wanderten insgesamt 18 Bronze-, 11 Silber- und drei Goldmedaillen in die Hände talentierter Amateurfilmer und Filmstudenten. Die Diskussionen der sechsköpfigen Jury, bestehend aus Filmbegeisterten und Filmfachleuten aus ganz Deutschland, ermöglichten es dem Publikum, deren Entscheidungen nachzuvollziehen. Organisator Marcus Siebler kann sich nach einem gelungenen BFF-Fiction über eine Goldmedaille für seinen Film „Wildschaden (One Shot)“ freuen. Und auch die dritte Goldmedaille bleibt in Bayern. Der Münchner Marijan Gomboc hat mit seiner Studie „Zwischen den Zeilen“ über eine in ihrer eigenen Gedankenwelt gefangenen Schriftstellerin die Jury ebenfalls überzeugt.

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung von The Birdies. Die beiden Musikerinnen Kathrin Krückl und Constanze Miller verzauberten mit gefühlvollem Klavierspiel und atemberaubenden Stimmen das Publikum. (AN)

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