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Hollenbach

09.11.2019

Gemeinde gibt 2,1 Millionen Euro für neuen Bauhof in Motzenhofen aus

Ein großes Schild kündet jetzt davon: Am Ortseingang von Motzenhofen entsteht derzeit ein Edeka-Markt. Die Abbiegespur auf der Staatsstraße 2047 zur Zufahrt ist jetzt fertig, die Fahrbahn neu asphaltiert, die Markierungen angebracht. Rechts neben dem Supermarkt entsteht der neue Bauhof der Gemeinde. Foto: Claudia Bammer

Hollenbach will das Funktionsgebäude neben dem bald fertiggestellten Supermarkt in Motzenhofen errichten. Erste Pläne sollen detailliert ausgearbeitet werden.

Der neue Bauhof der Gemeinde nimmt Gestalt an. Zumindest auf dem Papier ist das Gebäude, das direkt neben dem geplanten Edeka-Markt am Ortseingang von Motzenhofen entstehen soll, inzwischen entworfen. Diesen Vorentwurf hat die Haunswieser Architektin Birgit Rümmelein am Donnerstagabend mit dem Hollenbacher Gemeinderat abgestimmt. Die Verantwortlichen vom Bauhof waren bereits vorab bei der Erstellung des Entwurfs miteinbezogen worden.

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Dafür gibt Hollenbach 2,1 Millionen Euro aus

Der neue Bauhof wird im Norden des bald fertiggebauten Supermarktes entstehen. Die Zufahrt erfolgt über die neue Straße, die auch von den Kunden des Supermarktes genutzt wird. Wer dann in die Einfahrt nach dem Supermarkt links abbiegt, befährt das Bauhofgelände. Linker Hand sind hier Parkplätze geplant, rechts soll Platz zum Lagern von Abbruch und dergleichen sein. Das Gebäude ist komplett umfahrbar, was vor allem wichtig wird, wenn die Streufahrzeuge im Winter die Salzsilos anfahren müssen. Die befinden sich im hinteren Teil des Grundstücks. Gemeinderatsmitglied Josef Kulzinger hatte Sorge, dass die Anwohner in den frühen Morgenstunden von rangierenden Streufahrzeugen geweckt werden könnten. Doch die Architektin versicherte, dass die Schallschutzwerte in einer ersten Voruntersuchung eingehalten worden seien. Ein zweites Gutachten soll demnächst erstellt werden, nachdem der Standort der Silos auf den aktuellen Plänen etwas verschoben wurde. Zudem würden die Streufahrzeuge bereits am Abend mit Streugut beladen, damit sie früh morgens gleich losfahren können, wie es im Gemeinderat hieß.

Das Gebäude selbst hat nach derzeitigen Plänen eine Firsthöhe von knapp über zehn Metern und ein Satteldach. Es ist fast 49 Meter lang und 19 Meter breit – wobei das Vordach entlang der langen Seite 2,50 Meter misst.

Gemeinde gibt 2,1 Millionen Euro für neuen Bauhof in Motzenhofen aus

Unter diesem Vordach führen fünf Tore in die Fahrzeughalle, die 16 Meter Tiefe hat. Neben der Fahrzeughalle befinden sich eine Waschhalle und eine Werkstatt, im hinteren Gebäudeteil ist ein Lager eingeplant, das auch das Lagern von Wasser nach modernen Vorschriften ermöglicht. Fahrzeughalle und Waschhalle im vorderen Teil sind 4,50 Meter hoch, die in der Mitte liegende Werkstatt ist nur noch 2,75 Meter hoch. Über Werkstatt und Lagerräumen im linken Gebäudeteil gibt es eine weitere Etage, die Büro, Umkleiden, Toiletten, Teeküche, einen Technikraum und einen Besprechungsraum beherbergt.

Auch hier gibt es noch ein kleines Lager. Gemeinderätin Therese Isele-Juraske fragte nach den Kosten für einen Aufzug, um dieses zweite Lager besser nutzen zu können. Genaue Zahlen waren hierfür nicht parat, die Architektin ging aber davon aus, dass erhebliche Mehrkosten entstehen würden.

Hollenbach: Warum es im Sitzungssaal ganz still wird

Überhaupt war es für einen Moment ganz still im Sitzungssaal, als Architektin Birgit Rümmelein die Kosten für den lang ersehnten neuen Bauhof der Gemeinde vorrechnete: Etwa 2,1 Millionen Euro wären unter dem Strich wohl fällig, vielleicht sogar noch etwas mehr: 1,5 Millionen Euro würde das Gebäude kosten, 190000 Euro die Außenanlagen und etwa 20000 Euro die Ausstattung. Weiterhin kämen Planungskosten dazu. Birgit Rümmelein betonte aber auch, dass es sich um eine reine Schätzung handele und dass viele Details noch nicht beschlossen seien, weshalb endgültige Zahlen noch nicht vorgelegt werden können. Bürgermeister Franz Xaver Ziegler hoffte zudem, mit Eigenleistungen, zum Beispiel an den Außenanlagen, Kosten einsparen zu können.

Und noch etwas machte den Gemeinderatsmitgliedern Hoffnung: Nachdem der Bauhof eine große Dachfläche in Richtung Süden hätte, könnte eine Photovoltaikanlage daraufgesetzt werden. Josef Kulzinger hatte den Vorschlag in die Diskussion eingebracht, den auch Herbert Karl begrüßte. Wie der Bürgermeister erklärte, sei bei den Vorbesprechungen die Idee aufgekommen, mit dem dort gewonnenen Strom die Kläranlage zu versorgen. Doch blieb all das am Donnerstagabend noch Zukunftsmusik. Zunächst beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Unterlagen für den Bauhof weiter bearbeiten zu lassen, Details auszutüfteln und schließlich einen Eingabeplan vorzulegen.

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