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Jahreshauptversammlung

12.03.2014

Generationswechsel bei der Feuerwehr

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Die neue Führungsmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Schiltberg mit (vorne von links) 2. Kassenwart Christian Stegmair, 1. Kassenwart Maria Wagner, 2. Vorsitzende Stephanie Lechner, 1. Vorsitzender Felix Fresia, 1. Kommandant Stefan Schmid und Schriftführerin Daniela Wagner. Oben stehen (von links) 2. Kommandant Josef Schreier, Jugendwart und Fahnenbegleiter Julian Pollanka, Zeugwart Andreas Breitsameter, Atemschutzleiter Uli Moser, Fähnrich Markus Bengeser und Fahnenbegleiter Dominik Kronschnabl.

In Schiltberg übernehmen jüngere Mitglieder das Ruder. Der neue Kommandant Stefan Schmid ist 23. Aktive waren bei Hochwasser gefordert – aber nicht nur da

In einer sehr gut besuchten und harmonischen Versammlung im Sportheim vollzog die Freiwillige Feuerwehr Schiltberg einen kompletten Generationswechsel. Alle 13 bisherigen Amtsinhaber verzichteten auf eine weitere Kandidatur und legten die Verantwortung in jüngere Hände. Neuer Kommandant ist Stefan Schmid (23), neuer Vorsitzender Felix Fresia (21).

Zunächst hörten die 45 Anwesenden, darunter Ehrenvorsitzender Anton Ostermayr, die Berichte der bisherigen Amtsinhaber. Vorsitzender Georg Gschoßmann dankte den Ausschussmitgliedern für die „sehr produktive“ Zusammenarbeit und allen Kameraden für ihren Einsatz. Fähnrich Franz Höß und seine Begleiter Stefan Rieblinger und Stefan Schmid ernteten Dank für die Repräsentation bei öffentlichen Anlässen. Gschoßmann würdigte die Aktiven für die Übungsbeteiligung („nach wie vor bestens“), für zwei Leistungsabzeichen und für die wirkungsvolle Einsatzbereitschaft. Gschoßmann wurde im Verlauf des Abends ebenfalls für seine Arbeit in zwölf Vorstandsjahren gewürdigt.

Im Bericht von Kommandant und Kreisbrandmeister Albert Wagner dominierten die acht Einsätze beim Jahrhunderthochwasser Anfang Juni in Allenberg, Holzhausen, Höfarten und Schiltberg. Insgesamt waren rund 140 Feuerwehrleute von acht Feuerwehren aufgeboten, dazu Gemeindefahrzeuge und Landwirte. 2500 Sandsäcke wurden gestapelt. Psychisch besonders fordernd waren laut Wagner die Alarmierungen zu drei Todesfällen bei einem Wohnungsbrand, einem Herzinfarkt beim Spaziergang und einem Unfall beim Baumfällen. Dreimal wurden Brände von landwirtschaftlichen Maschinen bekämpft. Im August rückten 18 Mann wegen eines Traktors aus, der beim Pflügen über einen Steilhang gestürzt war. Dazu kamen vier Verkehrsregelungen, zwei Straßen wurden frei gemacht.

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Die Feuerwehr verfügt laut Wagner über 57 Aktive, darunter neun Frauen und neun Anwärter. „Unser Ausbildungsstand ist hervorragend“, verwies Wagner auf zwei Truppmannprüfungen, auf zwei Leistungsabzeichen Löschgruppe sowie auf die erfolgreich absolvierten Lehrgänge Digitalfunk, Sprechfunk, Maschinist, Truppführer und Fahrttraining. Namentlich lobte Wagner außerdem „Vereinswirt“ Robert Breitsameter und Zeugwart Martin Reisberger.

Atemschutzleiter Tobias Helfer schilderte mit Fotos und Tabellen Übungen, Lehrgänge und Einsätze seiner 13 Atemschutzträger und ging auch auf die Entwicklung in seiner sechsjährigen Amtszeit ein. Gschoßmann bescheinigte Helfer „eine ausgezeichnete Arbeit“. Jakob Reiner rief in seiner Doppelfunktion als Vizekommandant und Jugendleiter den Beitrag der Jugend in Erinnerung, darunter für das Jaudusbrennen und die Teilnahme am Jugendfeuerwehrtag. „Auf unsere Jugend ist immer Verlass“, so Reiner.

Kassenwart Andreas Gayer berichtete von einem Überschuss von 700 Euro im Jahr 2013. Die Bilanz seiner 15-jährigen Dienstzeit fiel ebenfalls positiv aus: Seit 1999 erwirtschaftete die Wehr einen erheblichen Vermögenszuwachs. Die Kassenprüfer Anton Gerstmair und Jakob Stegmair bescheinigten Gayer eine tadellose Buchführung. Die einstimmige Entlastung der gesamten Vereinsführung durch die Mitglieder war reine Formsache. Schriftführerin Sandra Schmid präsentierte ihren Abschiedsbericht über das Vereinsleben als Diaschau und erwähnte unter anderem den Feuerwehrfilmdreh und gesellige Treffs.

Bürgermeister Josef Schreier bescheinigte der Feuerwehr, es sei „super gelaufen in den letzten sechs Jahren“. Er informierte über geplante Maßnahmen zum Hochwasserschutz und bekannte sich zu den Ortsteilfeuerwehren. Sein Dank für alles Engagement bezog auch die Maibaumaufstellung 2014 ein.

Kreisbrandinspektor Christian Happach dankte „für die super Arbeit, die geleistet wurde“, und nahm die neue Führung mit einem „Macht weiter so!“ in die Pflicht. An Felix Fresia (Truppführer und Sprechfunk) und Rudolf Helfer (Truppführer) überreichte er die Lehrgangszeugnisse. Happach informierte unter anderem zum Digitalfunk und zur modularen Truppmannausbildung.

Den ausscheidenden Funktionären wurde von allen Seiten Anerkennung ausgesprochen. Bürgermeister Schreier bedachte alle 13 „Ruheständler“ mit dem Wappenteller der Gemeinde und einem Brotzeitkorb. Das neue Team dankte den Vorgängern mit Hochprozentigem im Weinhalter und mit vier Großfotos.

Als Dreingabe wurde der 2013 von der jungen Mannschaft produzierte zwölfminütige Film „Porträt der Feuerwehr Schiltberg“ gezeigt, der bereits im Kindergarten und in der Grundschule gezeigt wurde. (idb)

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