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Konzert

02.12.2015

Harmonisch durch die Zeiten – von Barock bis zur Moderne

Und es erschallen die Posaunen – beim Adventskonzert des Musikvereins Obergriesbach.
Bild: Bernd Broll

In Obergriesbach sorgen Orchester, Chor und Geschichtenerzähler des Musikvereins für adventliche Stimmung

Es gehört zum lokalen Programm in der Vorweihnachtszeit: das Adventskonzert des Musikvereins Obergriesbach (MVO). Das bewährte Team, bestehend aus den Vereinsvorsitzenden Bernd Broll und Walli Freudling, dem Dirigenten Joseph Rast, der Chorleiterin Sandra Tucker und dem Geschichtenerzähler Gerd Aresin, hatte ein schönes vorweihnachtliches Programm vorbereitet.

Bei den Besuchern hinterließ schon der festliche Tischschmuck vom Obst- und Gartenbauverein bleibenden Eindruck bei den etwa 80 Gästen im Gemeinschaftshaus. Die Eröffnung mit „Pavane in Blue“ gab die musikalische Richtung für den Abend vor: ausdrucksstarke, langsame und gefühlvolle Einzelstücke von Barock bis Moderne, die wunderbar miteinander harmonieren, obwohl sie zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Bei der „Pavane in Blue“ durften zudem Trompeten und Saxofon gleich zu Beginn des Konzerts mit einem Solo glänzen. Auf eine kurze Begrüßung des Publikums durch den MVO-Chef folgte die „Sinfonia“ aus der Bach-Kantate Nr. 156. „Bach und Weihnachten, das passt einfach zusammen“, könnte sich so mancher Zuhörer gedacht und über den strahlend klaren Klang des MVO-Orchesters gefreut haben.

Danach meldete sich Gerd Aresin mit zwei weltlichen Gedichten von Wilhelm Busch zu Wort. Sie handelten vom Freud und Leid des „Gartelns“ und waren wohl in erster Linie für die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins gedacht.

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Der zweite Musikblock startete mit einem traditionellen Arrangement des niederländischen Komponisten Willy Hautvast, steigerte sich mit dem Engelsterzett aus dem Elias-Oratorium, das der Frauenchor Cantabella vortrug, und gipfelte im orchestralen „Largo“ aus Dvoˇráks „Sinfonie aus der neuen Welt“. Danach gab Gerd Aresin mit dem „Besuch“ eine Weihnachtsgeschichte humorvoll zum Besten und erinnerte die Zuhörer daran, sich bei den vielen Festtagsvorbereitungen nicht zu verzetteln.

Im Anschluss präsentierten Chor und Orchester mit „Panis Angelicus“ ein gemeinsames, von Joseph Rast arrangiertes Musikstück, bevor das Orchester alleine das „Intermezzo“ des italienischen Opernspezialisten Pietro Mascagni aufführte. Der folgende dritte und letzte Erzähltext hatte zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, behandelte aber das aktuelle Flüchtlingsthema auf erfrischend nüchterne Art und Weise. Auch musikalisch war man am Schluss des Konzerts in der Gegenwart angekommen und präsentierte als Chor Mariah Careys „All I Want For Christmas Is You“ und als Blasorchester Stefano Contes „Air for friends“.

Bevor die Musiker zum gemeinsam gesungenen „Macht hoch die Tür“ und einer Zugabe ansetzten, verabschiedete die Chefin des Gartenbauvereins Walli Freudling nach recht kurzweiligen eineinviertel Stunden das Publikum. (AN)

Das MVO-Orchester tritt mit großen Teilen des Konzertprogramms am Nikolaustag, Sonntag, 6. Dezember, um 17 Uhr in der Affinger Kirche auf.

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