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18.09.2020

Lastwagen raus aus Affing: Geht das?

Die Gemeinde denkt über eine Tonnagebegrenzung nach, um den Verkehr auf der Staatsstraße zu verbannen

Lastwagen raus: Das fordern immer mehr Bürger in Affing. Doch so einfach ist das nicht. Auf der Ortsdurchfahrt, eine Staatsstraße, gibt es keine Chancen, die großen Brummer zu verbannen. Doch könnte das vielleicht auf der Friedhofstraße und dem Forstweg klappen? Auch diese beiden Straßen werden gerne von Lastern, darunter nicht selten Mautflüchtlinge, benutzt.

Anwohner hatten im November eine Unterschriftenliste mit knapp 70 Namen vorgelegt und eine Verkehrsminderung und Tempobegrenzung gefordert. Mit einer Verkehrszählung will sich die Gemeinde Affing nun Argumentationshilfe holen für die mögliche Tonnagebegrenzung. Sie läuft derzeit, wie Bürgermeister Markus Winklhofer jüngst im Gemeinderat erklärte. Fabian Lechner hatte sich erkundigt, was das denn für ein Gerät an der Friedhofstraße sei.

Die Zählung, sagte Winklhofer auf Anfrage unserer Redaktion, hätte schon längst stattfinden sollen. In Corona-Zeiten habe es aber viel weniger Verkehr gegeben. Deshalb wartete die Gemeinde, bis wieder der übliche Zustand auf den Straßen herrscht.

Die auf dem Gelände bei Mühlhausen möglichen Wochenendhäuser sollen nun verwirklicht werden (wir berichteten). Die Gemeinde will verhindern, dass diese größer dimensioniert werden als gewollt und durch die Hintertüre permanente Wohnungen entstehen, wie sich der Bürgermeister ausdrückte. Deshalb wird nun aus dem einfachen ein qualifizierter Bebauungsplan gemacht. Darin will Affing festlegen, dass die Wochenendhäuser nur eingeschossig sein dürfen und weder Keller noch Dachgeschossausbau gestattet sind. Der Gemeinderat fasste den entsprechenden Aufstellungsbeschluss und verhängte eine Veränderungssperre, die so lange gilt, bis der Bebauungsplan steht. Andreas Widmann stimmte dagegen. Er hatte zuvor wissen wollen, ob die Grundstücksbesitzer darüber informiert sind, was die Verwaltung verneinte.

Der Gemeinderat wird digital umgestellt. Will heißen: Unterlagen gibt es künftig online über ein Ratsinformationssystem. Dafür änderte das Gremium einstimmig seine Geschäftsordnung. Die Gemeinderäte werden mit Tablets ausgestattet. Wer sein eigenes Tablet nutzen will, erhält 440 Euro. So viel kosten die neuen Geräte. Damit erklärte sich das Gremium einverstanden. Ebenso festgelegt ist nun, dass früher ausscheidende Räte Rückzahlungen leisten müssen. Georg Engelhard stimmte dagegen. Er hatte sich erkundigt, wer für Reparaturen aufkomme. Das sei Sache des betreffenden Gemeinderats, erklärte ihm der Bürgermeister und verwies auf eine „gewisse Eigenverantwortung“. (jca)

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