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Sitzung II

23.05.2018

Mehr Gestaltungsfreiheit für Bauherren

Bebauungspläne für Schiltberg Süd werden geändert. Rat genehmigt eine Reihe von Bauanträgen

Mehr als 30 Jahre alt und damit nicht mehr zeitgemäß sind die beiden Bebauungspläne Schiltberg Süd Nr. 1 und Nr. 6, welche das Areal im Bereich der Bertholdstraße und des Lerchenwegs umschließen. Die Gemeinde hat daher das Landschaftsarchitekturbüro Brugger aus Aichach damit beauftragt, die Pläne auf den Stand der Zeit zu bringen. Der Inhaber Hans Brugger stellte dem Gemeinderat im Rahmen der Sitzung seine Ausarbeitung vor.

„Die Bebauungspläne kommen aus einer Zeit, in der man möglichst viele Vorgaben machte, um ein einheitliches Bild zu schaffen“, sagt Brugger einleitend. Dementsprechend oft hatte die Gemeinde daher Anträge zur Befreiung vom Bebauungsplan auf der Tagesordnung. Die für damals typischen Festsetzungen wie Farbe der Dachplatten, Material der Gartenzäune oder die Firstrichtung der Gebäude, werden für die Zukunft gelockert, um den Bauherren mehr Gestaltungsfreiheit zu geben. Zudem wird die zulässige Wandhöhe auf fünf Meter erhöht, damit auch die Möglichkeit besteht, Häuser mit zwei Vollgeschossen zu bauen. Des Weiteren hat Brugger der Gemeinde empfohlen, aufgrund der großen Flächen der noch vorhanden Baugrundstücke auch Doppelhäuser zuzulassen. Das Gremium stimmte zu. Das Büro wurde beauftragt, die Änderung der Bebauungspläne einzuleiten.

Schiltberg-Nord Weiter geht es im Baugebiet Schiltberg Nord. Nach den Verzögerungen seien hier nun die Arbeiten wieder im vollen Gange, berichtete Schreier. „Die Kanal- und Straßenbauarbeiten sind soweit abgeschlossen, und die Verlegung der Wasserleitungen hat bereits begonnen.“

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in Metzenried Mit einer Bauvoranfrage aus Metzenried hatte der Rat bereits in der vorangegangenen Sitzung zu tun. Am nördlichen Ortsrand von Metzenried soll ein Einfamilienhaus entstehen. Die dafür vorgesehene Teilfläche befindet sich allerdings im Außenbereich. Da auch der Besitzer des Nachbargrundstückes Interesse zeigt, den Bereich bebauen zu dürfen, haben die beiden Familien nun eine Einbeziehungs- beziehungsweise Abrundungssatzung beantragt.

Bauanträge Eine Reihe von Bauanträgen hatte der Gemeinderat dieses Mal auf dem Tisch. Im Lerchenweg und in der Ruppertszeller Straße in Schiltberg sowie in der Schloßstraße in Rapperzell dürfen Einfamilienhäuser gebaut, in der Kornfeldstraße in Wundersdorf ein Wohnhaus aufgestockt und ein Wochenendhaus bei Gundertshausen saniert werden. Den Vorgaben des Bebauungsplanes widerspricht eine Bauvoranfrage zum Umbau eines Einfamilienhauses in ein Zweifamilienhaus im Schiltberger Lerchenweg. Das Gebäude würde mit acht Metern höher als der Bebauungsplan erlaubt. Da es trotzdem die umliegenden Gebäude nicht überragen würde, stimmte der Rat dennoch zu. „Wir sind ja keine Baujuristen und wollen unseren Leuten helfen“, so Schreier. (skw)

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