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Baar

06.07.2010

Mehr Grün für Heimpersdorf

Am Montagabend wurde in der Bürgerversammlung in Heimpersdorf noch diskutiert, gestern begannen die Arbeiten für den Ausbau der Ortsdurchfahrt des Baarer Ortsteils. Foto: Johann Eibl
Bild: Johann Eibl

Jetzt geht es los: Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt in Heimpersfahrt können beginnen, die ersten Baufahrzeuge stehen schon bereit. Neben der Erneuerung der Straßenbeleuchtung, soll die Durchfahrt künftig auch grüner werden.

An der südlichen Ortseinfahrt von Heimpersdorf sind Baucontainer platziert worden. Auf den Straßen sieht man diverse farbige Markierungen, die ersten Baufahrzeuge sind bereits aufgefahren. Spätestens seit dem gestrigen Dienstag ist für jeden Beobachter klar ersichtlich: Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt von Heimpersdorf können heute so richtig losgehen.

Am Montagabend hatte dazu eigens eine Bürgerversammlung des Baarer Ortsteils im Gasthaus Bachmeir stattgefunden. Dabei ging es im Grunde genommen nur um dieses eine Projekt und dennoch dauerte die Veranstaltung an die vier Stunden. Der am Baarer Berg geplante Windpark, der in der Gemeinde schon oft recht emotional debattiert worden war, scheint die Leute in diesem Ort nicht sonderlich zu bewegen. Bürgermeister Leonhard Kandler zu den AN: "Da wartet man das Urteil in Dresden ab." Dass die Firma Uhl, die die Windräder errichten will, sich vorab verabschiedet von den Plänen, das kann sich Kandler nicht vorstellen: "Die gehen von Baar nicht weg."

Teilweise wurde von den 20 Teilnehmern an der Bürgerversammlung aufgeregt über die Ortsdurchfahrt debattiert, am Ende beruhigten sich die Gemüter wieder. "Die Leute sind froh, dass es angeht", ist der Bürgermeister überzeugt. Teilweise wurden Aspekte angesprochen, die längst geklärt schienen. Kandler: "Ihr wisst schon drei Jahre, dass die Straße gebaut wird."

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Am heutigen Mittwoch beginnt eine Fräse ihr Werk, der Belag muss teilweise ganz runter und der Untergrund ist in einigen Abschnitten nicht mehr frostsicher. Kandler: "Die Arbeiten gehen zügig voran." Eine Pause während der klassischen Handwerkerferien steht nicht zur Debatte, war vonseiten der Firma Hosp + Kögel zu hören. Die Maßnahme wird Kosten von 180 000 Euro verursachen. Vorerst wird nur die Hauptstraße in Richtung Lechlingszell hergerichtet. Dazu wird auf einer Seite ein Gehweg angebaut. Im Frühjahr nächsten Jahres soll dann der Stich zur Kirche hoch auf Vordermann gebracht werden. Dort ist kein Gehweg vorgesehen. "Der kostet uns ein Schweinegeld", begründete der Bürgermeister diese Sparmaßnahme. Auf der Strecke bis zum Wirt hoch wird man auf der rechten Seite einen Sicherheitsabstand von 60 Zentimetern vorsehen. Dort sollen Pflanzen ihren Platz finden. Kandler: "Damit mehr Grün reinkommt." Er wünscht sich, dass Heimpersdorf nach der Maßnahme weniger graue Flächen aufweist.

Die Grundstücksbesitzer müssen die Kosten dafür tragen, wenn Ein- oder Zweizeiler angebracht werden, falls sie bislang noch über keine Hofeinfahrt verfügten. Eine Erdverkabelung werde nur dann vorgenommen, wenn mindestens 95 Prozent der Grundstücksbesitzer diese Lösung befürworten, ließ Leonhard Kandler wissen. Ob Leerrohre für die Deutsche Telekom eingezogen werden, das werde von Fall zu Fall entschieden.

Erneuert wird auch die Straßenbeleuchtung in Heimpersdorf. Die Laternen werden eine Höhe von sechs Metern aufweisen. Am nördlichen Ortsende wird die Schleife erweitert, um ihre Bremsfunktion zu erhöhen. Der Gemeindechef brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das Unternehmen Hosp + Kögel mit dem günstigsten Angebot zum Zug kam: "Eine Topfirma, da haben wir Glück gehabt." (jeb)

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