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Kühbach

14.07.2010

Nach der Schule ins Seniorenheim

Das sind die zwölf Achtklässler der Kühbacher Schule, die im Pfarrer-Knaus-Heim ein und aus gehen. Fotos: privat
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Das sind die zwölf Achtklässler der Kühbacher Schule, die im Pfarrer-Knaus-Heim ein und aus gehen. Fotos: privat

Nach der Schule geht's zum Spielen und zum Lesen. Nicht auf den Fußballplatz oder auf die Couch, sondern ins Seniorenheim. Zwölf Achtklässler der Kühbacher Schule engagieren sich seit Februar freiwillig im Pfarrer-Knaus-Heim. An zwei Nachmittagen pro Woche spielen sie mit den Bewohnern oder lesen ihnen vor.

Klassenleiter Alfred Schubert hat die Aktion ins Leben gerufen und organisiert. Zwölf Freiwillige aus seiner Klasse meldeten sich. An zwei Nachmittagen pro Woche sind jeweils vier Schüler bei einer Vorlese- und Spielstunde aktiv. Sie lesen Berichte aus der Tageszeitung vor oder spielen in einer großen Tischrunde zum Beispiel "Mensch-ärgere-dich-nicht".

Auf dem Programm stehen auch Ballspiele. Am Tisch. Damit werden die Beweglichkeit und das Reaktionsvermögen der Senioren trainiert. Sehr beliebt ist das Kegeln mit einem Softball auf dem Tisch. Es ist erstaunlich für die Schüler, wie plötzlich aus vor sich hindösenden alten Menschen begeisterte Mitspieler mit leuchtenden Augen werden. Mit ihrer Natürlichkeit und Unbekümmertheit schaffen es die Jugendlichen, die Senioren zum Mitmachen zu bewegen.

Außerdem macht es ihnen selbst großen Spaß zu spielen und damit Freude zu wecken. "Es ist schon manchmal lustig, wie sehr sich Frau M. über einen umgeworfenen Kegel freuen kann", freut sich Kerstin. "Andererseits ist es aber auch ziemlich langweilig, 20 Minuten lang einen Ball hin- und herzurollen", ergänzt Vincent. "Aber es macht trotzdem Spaß."

"Diese ehrenamtliche Beschäftigung außerhalb der Schulzeiten trägt viel zur Steigerung der sozialen Kompetenz sowie des Selbstwertgefühls meiner Schüler bei", erklärt Alfred Schubert den Hintergrund des Engagements. Auch Pflegedienstleiterin Anneliese Kurz ist von dem Projekt überzeugt: "Zum einen bin ich überrascht, dass sich so viele Schüler freiwillig regelmäßig in ihrer Freizeit hier bei uns engagieren, zum anderen ist es für unsere Senioren eine große Bereicherung und eine willkommene Abwechslung im doch oft eintönigen Alltag unserer Bewohner." Sie hofft ebenso wie Schubert, der recht stolz ist auf seine Schüler, dass die Aktion im neuen Schuljahr weiterlebt. (AN)

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