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Aichach

21.11.2019

Obere Vorstadt: Aichachs größte Baustelle wird am Freitag fertig

Dezember 2018: Der Straßenbau im Schneitbacher Weg und am Gehweg Richtung St.-Helena-Weg ist fertig.
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Dezember 2018: Der Straßenbau im Schneitbacher Weg und am Gehweg Richtung St.-Helena-Weg ist fertig.

Die Neugestaltung der Oberen Vorstadt in Aichach ist fertig. Warum die Arbeiten trotz archäologischer Funde im Zeitplan blieben und wie es jetzt weitergeht.

Aichachs größte Baustelle des Jahres steht vor ihrer Vollendung: Die neugestaltete Obere Vorstadt wird am Freitag eingeweiht. Der letzte Bauabschnitt – die Augsburger Straße – wird für den Verkehr freigegeben.

Auf 850 Metern wurden die Werlbergerstraße sowie Teile der Martin-, der Münchener und der Augsburger Straße umgebaut. Nach der Neugestaltung liegt auf den breiten Gehwegen ein Pflaster, das auch mit Kinderwagen, Gehhilfen oder Rollator gut begehbar ist. Die Bordsteine sind niedriger. Es gibt neue Querungshilfen. Mittlerweile sind auch die Bäume gepflanzt – insgesamt 32 Hopfenbuchen und Stadtbirnen – sowie Sitzbänke, Abfalleimer und Radlständer aufgestellt.

Die Bauarbeiten in der Oberen Vorstadt nähern sich dem Ende.
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In Bildern: So gehen Bauarbeiten in der Oberen Vorstadt voran
Foto: Erich Echter

Monsterbaustelle: Der lange Weg der Oberen Vorstadt

Für das Bauprojekt hatte der Stadtrat einen städtebaulichen Wettbewerb veranstaltet. Zum Sieger wurde im Februar 2013 einstimmig der Entwurf des Architekturbüros Lohrer und Hochrein gekürt. Unter den Anwohnern regte sich allerdings schnell Protest. Insbesondere die Parkplatzfrage trieb sie um. Drei Bürgerwerkstätten fanden statt, die Anwohner forderten sogar einen Stopp der Planung, der in einer Sondersitzung vom Stadtrat abgelehnt wurde, Verkehrsgutachten wurden gefordert. Im Juli 2017 war ein Kompromiss gefunden, auf dessen Grundlage weitergeplant wurde.

Zunächst wurden der Kanal (2016) und die Wasserleitungen (2018) in der Oberen Vorstadt erneuert, dann begann der Straßenbau. 2018 waren zunächst der Schneitbacher Weg und ein Teil des Gehwegs an der Augsburger Straße dran. Im Februar 2019 gingen die Arbeiten dann so richtig los. Gebaut wurde in mehreren Bauabschnitten, damit Häuser und Geschäfte während der gesamten Zeit erreichbar blieben. Dennoch war die Obere Vorstadt seit Ende Februar mit wechselnden Verkehrsführungen nur eingeschränkt oder gar nicht befahrbar.

Die Werlbergerstraße mit Blick stadteinwärts vor der Neugestaltung (oben im Jahr 2015) und heute (Bild unten),

Aichach: Obere Vorstadt kostet 4,8 Millionen Euro

Der Bau selbst lief so gut, dass eingeplante Zeitpuffer nicht benötigt wurden und die Baustelle nach sieben Monaten abgeschlossen wird. Kleinere Restarbeiten werden noch folgen. Keine Auswirkungen auf den Zeitplan hatten außerdem Funde der Archäologen, die das Bauprojekt begleiteten. So wurde im Mai im Kreuzungsbereich von Martinstraße, Werlbergerstraße und Sudetenstraße ein Holzbohlenweg freigelegt, unter dem noch ein noch älteres Pflaster zum Vorschein kam. Auch in der Münchener Straße entdeckten die Archäologen einen Holzbohlenweg. Nähere Informationen zu den Funden stehen noch aus.

Die Kosten des Bauprojekts liegen insgesamt bei rund 4,8 Millionen Euro. Davon trägt der Freistaat als Baulastträger für die Staatsstraße rund 800 000 Euro. Die Stadt bekommt nach dem bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Zuschüsse von rund 675 000 Euro. Dazu kommt knapp eine Million Euro Städtebauförderung. Zum Festakt am Freitag, 22. November, um 11 Uhr an der Augsburger Straße werden Regierungspräsident Erwin Lohner und Stefan Scheckinger vom Staatlichen Bauamt erwartet.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Auf Obere soll bald die Untere Vorstadt folgen

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