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Feier

07.10.2019

Schiltberger Feuerwehr weiht ihre „Rosi“ ein

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2 Bilder
Pfarrherr Pater Markus Szymula gibt dem neuen Auto den kirchlichen Segen.
Bild: Sabrina Rauscher

Das neue Fahrzeug erhält den kirchlichen Segen. Den Initiatoren wird eine große Ehre zuteil. Warum die 400 000 Euro teure Anschaffung nie zur Debatte stand.

Nun ist sie endlich vollständig abgehakt, die „Agenda 2018“, die federführend von Albert Wagner und Georg Gschoßmann, seinerzeit Kommandant und Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Schiltberg, 2010 ins Leben gerufen wurde.

Ein Mannschaftstransportwagen, ein neues Feuerwehrgerätehaus und ein neues Feuerwehrauto standen auf der Liste. Der letzte Punkt, das Auto, wurde am Sonntag bei leichtem Regen eingeweiht.

In vollem Glanz stand das Hilfeleistungslöschfahrzeug, kurz HLF10, oder „Rosi“, wie von der Schiltberger Wehr liebevoll genannt, bereits im Hof als sich die Ehrengäste in der angrenzenden Mehrzweckhalle noch mit einem Weißwurstfrühstück stärkten. Pünktlich um halb zwei wurde von Pater Markus Szymula die feierliche Weihe vollzogen.

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Eine große Investition für Schiltberg

Rund 400000 Euro hat das Feuerwehrauto mit einem speziellen Hilfeleistungssatz gekostet. Trotz der Zuschüsse von Freistaat (83000 Euro) und Landkreis (43500 Euro) blieb es für die Gemeinde Schiltberg eine große Investition, wie Bürgermeister Josef Schreier klarstellte. „Die Investition ist und war für unseren Finanzhaushalt sicherlich eine große Belastung“, so das Gemeindeoberhaupt.

Dennoch stand die Anschaffung eines Autos nie zur Debatte, „in der Agenda von damals waren keine Luxusgüter, sondern dringend erforderliche Ausrüstungsgegenstände“, sagte Schreier. Er sei sehr froh und dankbar, dass es im Gemeindebereich circa 170 Frauen und Männer gibt, die sich für den Dienst der Feuerwehr zur Verfügung stellen.

Auch stellvertretender Landrat Manfred Losinger und der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko würdigten sowohl den Einsatz der Feuerwehr als auch die vorausschauende Finanzpolitik der Gemeinde. „Die freiwilligen Feuerwehren in Bayern sind mit 310000 Mitgliedern die größte Bewegung im Ehrenamt“, so Tomaschko.

Die Kreisbrandinspektion war mit Kreisbrandrat Christian Happach, seinem Vorgänger Ben Bockemühl und Kreisbrandmeister Michael Bergmeier stark vertreten. Happach stellte in seiner Ansprache klar, dass die Anschaffung des neuen Autos, trotz der Aufrüstung des Brandschutzes in der Gemeinde, auch eine große Herausforderung für die Wehr darstelle.

Schiltberger Auto ist bei der Leitstelle angemeldet

Dies bestätigte Kommandant Stefan Schmid, der mit seiner 55-köpfigen Mannschaft und den Feuerwehren aus den Ortsteilen bereits 700 Übungsstunden mit dem neuen Fahrzeug absolvierte. Mit Erfolg, die Schiltberger sind mit den Gerätschaften schon so vertraut, dass das neue Auto bereits bei der Leitstelle angemeldet werden konnte und somit bereit zum Ausrücken wäre.

„Die letzten Wochen waren von vielen Emotionen geprägt“, berichtete Schmid. „Wir schließen mehr ab als nur die zweijährige Planung unseres Feuerwehrautos, die ganze Agenda erstreckte sich über zehn Jahre.“ Er sei stolz, dass die Bürger derart hinter der Feuerwehr stünden, in einer Zeit, in der der Respekt vor solchen Institutionen immer mehr verloren gehe.

Er lobte auch die Gemeinde. „So wie uns die Gemeinde jetzt schon zum zweiten Mal den Rücken gestärkt und uns unterstützt hat, das habe ich zuvor noch nirgends gehört, gesehen oder gelesen“, bedankte sich der Kommandant sichtlich ergriffen.

Und auch die beiden maßgeblichen Initiatoren der „Agenda 2018“, Georg Gschoßmann und Albert Wagner, sowie Jakob Reiner, der sich als Kommandant viele Jahre leidenschaftlich für die Jugendarbeit einsetzte, wurden noch mal speziell geehrt. Wagner und Reiner wurden zu Ehrenkommandanten und Georg Gschoßmann zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

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