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Schließung von Wertstoffhöfen ist die Konsequenz der Gelben Tonne

Kommentar Von Christian Lichtenstern
07.07.2020

Früher waren Wertstoffhöfe nicht nur notwendig, sondern ein beliebter Treffpunkt. Das hat sich nun geändert.

Noch vor einem halben Jahrhundert war die gemeinsame Milchannahmestelle ein fixer Treffpunkt auf dem Land. Da wurde geratscht und Infos ausgetauscht und gefühlt die halbe Dorfgemeinschaft ist zusammengekommen. Die Milchbauern in den Orten im Wittelsbacher Land sind heute an einer Hand abzählbar, die Annahmestellen gibt’s schon lange nicht mehr.

Wertstoff-Sammelstellen waren immer für einen Ratsch gut

Die Treffpunkt-Funktion im ländlichen Raum haben später die Wertstoff-Sammelstellen übernommen. Jeder musste da mal hin und die meisten fanden Zeit für einen kurzen Ratsch. Das halbe Dorf hat sich da am Samstag getroffen. Auch das hat sich in den Jahren stark verändert. Viele Menschen im Wittelsbacher Land waren zuletzt nur noch genervt, weil sie ihre Verpackungen nur auf den Recyclinghöfen loswurden – hin und weg. Die Generation der Mülltrenner und Müllvermeider aus den 80er Jahren wird immer älter und der Ruf nach der bequemen Gelben Tonne wurde Jahr für Jahr immer lauter. Jetzt ist sie da und auf den Sammelstellen sind nur noch halb so viele Anlieferer wie früher. Die Konsequenz daraus ist, dass der Kreis die Standorte deutlich reduziert, um die Kosten für die Gebührenzahler zu senken. Das ist aber keine böse Überraschung, sondern war mit der Umstellung auf ein Holsystem klar.

Lesen Sie dazu auch den Artikel:

Landkreis schließt Wertstoffhöfe: Zehn statt 25 reichen aus

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