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Schiltberg

20.06.2020

So wappnet sich Schiltberg gegen Hochwasser

Vor sieben Jahren hatte das Hochwasser in Schiltberg sogar einen Feldweg mit sich gerissen.
Bild: Wolfgang Holzhauser (Archiv)

Plus Seit dem verheerenden Hochwasser von 2013 bemüht sich die Gemeinde Schiltberg um mehr Schutz. Doch ein Rückhaltebecken ist zu teuer.

Erneut war der Hochwasserschutz in der Gemeinde Schiltberg ein Thema im Gemeinderat. Vom ökologischen Ausbau kleinerer Bäche erhofft sich die Gemeinde, dass auf diese Weise Wasser besser zurückgehalten werden kann. Landschaftsarchitekt Hans Brugger hatte diese Möglichkeit untersucht und präsentierte dem Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag Ergebnisse.

Der Hochwasserschutz ist ein Dauerthema in der Holzlandgemeinde. Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren immer wieder sukzessive investiert – jüngst mit umfangreichen Bachsanierungsarbeiten. Vor sieben Jahren war es in der Gemeinde zu einem verheerenden Hochwasser gekommen. Seither wurden immer wieder unterschiedliche Möglichkeiten der Prävention abgewogen. Ein Lösungsvorschlag des damals beauftragten Ingenieurbüros lautete auf Bau eines großen Rückhaltebeckens. Das entpuppte sich allerdings als Investition in Millionenhöhe und überstieg die finanziellen Möglichkeiten.

Hochwasserschutz: Hilft der ökologische Ausbau von kleinen Bächen?

Nun soll das Hochwasserproblem mit kleineren Schritten angepackt werden. Im Fokus stehen die sogenannten Gewässer dritter Ordnung, kleinere Bäche, für die die Gemeinde zuständig ist. Landschaftsarchitekt Brugger untersuchte zunächst die Verbindungen Schiltbergs in die Ortsteile Allenberg und Ruppertszell. Hier fließen zum einen der Höfarter Bach und zum anderen der Forstgraben, die beide auch in jüngster Zeit bei Starkregen immer wieder zu Problemen geführt hatten.

Am westlichen Ende von Allenberg wurde bereits vor einigen Jahren eine Geländevertiefung angelegt, um das von Untermauerbach (Stadt Aichach) kommende Wasser zurückhalten zu können – mit durchaus gutem Erfolg, wie Bürgermeister Fabian Streit informierte. „Ich habe immer wieder Kontakt mit den Anwohnern, und die Rückmeldungen sind positiv“, wusste Streit zu berichten.

2013 hatten rund 350 Feuerwehrleute aus dem gesamten Umland in Schiltberg alle Hände voll zu tun. Die Weilach überschwemmte nach anhaltendem Regen ein großes Gebiet. Das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt sprach danach offiziell von einem 100-jährlichen Hochwasser.
Bild: Helene Monzer (Archiv)

Auch die Schiltberger Grundstücksbesitzer werden einbezogen

Dass ähnliche Möglichkeiten auch zwischen Schiltberg und Allenberg beziehungsweise zwischen Schiltberg und Ruppertszell bestehen, konnte Brugger in seinen Ausführungen bestätigen. Zunächst sollen nun die Vorhaben mit den zuständigen Fachbehörden abgeklärt werden. Dann sollen auch die jeweiligen Grundstücksbesitzer mit einbezogen werden. Außerdem soll, wie von Gemeinderat Michael Schmidberger vorgeschlagen, eine Ortsbegehung stattfinden, um sich die Gegebenheiten noch mal genau anschauen zu können.

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